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Dreiklang aus Kultur, Genuss und Erlebnis

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Mit 860 PS hinauf auf den Erzberg: Die umgebauten gigantischen Muldenkipper bieten 62 Personen Platz in vier Metern Höhe. (Fotos: privat)
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Das schwarze Gold der Steiermark: Die schalenlosen Kerne der Ölkürbisse werden gewaschen, getrocknet, gemahlen, gesalzen und geröstet, ehe daraus das Kürbiskernöl gepresst wird.

Berchtesgaden – Die bei den Vereinsmitgliedern beliebte viertägige Frühlingsfahrt des Berchtesgadener Automobil-Clubs führte heuer in das Weinland der Steiermark, südlich von Graz. Knapp über Hundert Teilnehmer, auf zwei große Reisebusse verteilt, erlebten eine Kultur-, Genuss- und Erlebnisreise.


Eines der Kulturobjekte war beispielsweise die Kirche St. Jakob in Thal bei Graz, die vom Künstler Ernst Fuchs mit Tausenden Mosaiksteinen im Stil der Wiener Schule des Phantastischen Realismus gestaltet wurde. Von der örtlichen Bevölkerung wird die Kirche gerne besucht, weil viele Einwohner selber mitgearbeitet und daher einen persönlichen Bezug zu dem Bau haben. Dass der Genuss nicht zu kurz kommt, versteht sich von selbst, wenn man in gemütlicher Fahrt über die Straßen des Weinlandes fährt und sowohl in einer Ölmühle für Kürbiskerne als auch natürlich in einer Buschenschänke mit Weinprobe einkehrt.

Auf ein Kuriosum wies der kompetente örtliche Reiseleiter während der Fahrt auf der Südsteirischen Weinstraße hin: Auf einem Straßenabschnitt verläuft die Grenze zwischen Österreich und Slowenien mitten auf der Fahrbahn. Der Bus fuhr teilweise mit zwei Rädern in Österreich und mit den beiden anderen in Slowenien.

Ebenfalls ein Genuss war der Besuch eines Ortes aus Kindheitsträumen – einer Schokoladenfabrik. Die Herstellung selbst konnte man durch Fenster und auf Monitoren beobachten, aber die angebotenen Produkte waren in ihrer Vielfalt greifbar und beeindruckend, und die meisten griffen auch zu.

Vollends zur Erlebnisreise wurde die Fahrt am letzten Tag auf der Rückreise in der Stadt Eisenerz. Jeder hat wahrscheinlich im Fernsehen schon einmal diese Monster-Trucks mit über zwei Meter großen Rädern gesehen, die vom Erzberg das gesprengte Erz und Gestein abtransportieren.

Zwei umgebaute Schwerlastkraftwagen, die früher je 79 Tonnen Erz fassten, nehmen heute eine ganze Busladung an Passagieren mit. Das war zum Abschluss der Vier-Tages-Fahrt ein besonderer Kick. fb