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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

Jeder Arbeitnehmer 2011 im Schnitt 12,6 Tage krankgemeldet

Dortmund (dpa) - Jeder Arbeitnehmer in Deutschland war 2011 im Schnitt 12,6 Tage offiziell krankgemeldet. Das sind 1,3 Tage mehr als ein Jahr zuvor. Diese Zahlen hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin in ihrem Jahresbericht «Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit» am Mittwoch in Dortmund vorgelegt. Vor allem die Arbeitsausfälle wegen psychischer Erkrankungen stiegen demnach in den vergangenen Jahren rasant. Die Zahl der Arbeitsunfälle ging dagegen zurück. Arbeitgeber bekommen die Fehlzeiten ihrer Beschäftigten auch finanziell zu spüren.

Italien bezahlt Wahlchaos mit höheren Zinsen

Rom/Frankfurt/Main (dpa) - Italien bleibt der befürchtete Rückschlag am Anleihemarkt vorerst erspart. Trotz Wahlchaos und drohendem politischen Stillstand konnte das Euro-Schwergewicht am Mittwoch wie geplant frisches Geld bei Investoren einsammeln, wie aus Angaben der italienischen Schuldenagentur hervorgeht. Die Zinsen ziehen aber deutlich an. Die Ratingagentur Moody's hat bereits eine Warnung abgegeben.

Oppenheim-Prozess beginnt mit schweren Vorwürfen gegen Ex-Banker

Köln (dpa) - Zu Beginn des Strafprozesses gegen die ehemaligen Verantwortlichen der Privatbank Sal. Oppenheim hat die Staatsanwaltschaft schwere Vorwürfe erhoben. Die Bankenchefs sollen dem Traditionshaus demnach einen dreistelligen Millionenschaden verursacht und selbst davon profitiert haben. Das Untreue-Verfahren gilt als einer der spektakulärsten Wirtschaftsstrafprozesse der vergangenen Jahrzehnte.

EU beschließt Fischerei-Reform - Rückwurf verboten

Brüssel/Hamburg (dpa) - Mit einer weitreichenden Reform will die EU bedrohte Fischbestände besser schützen. In zähen Nacht-Verhandlungen einigten sich die EU-Staaten auf die neuen Regeln. Kern der Reform ist ein Verbot, Fische zurück ins Meer zu werfen. Das teilte der Verhandlungsleiter, Irlands Fischereiminister Simon Coveney, am Mittwochmorgen in Brüssel mit.

IG Metall steuert frühzeitig auf 5,5-Prozent-Forderung zu

Frankfurt/Main (dpa) - Die IG Metall steuert in der Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie frühzeitig auf eine Forderung nach 5,5 Prozent mehr Geld zu. Nach den einflussreichen Bezirken Bayern und Baden-Württemberg hat sich auch Gewerkschaftschef Berthold Huber am Dienstagabend in Frankfurt für diese Höhe ausgesprochen. Die noch nicht endgültig beschlossene Zahl liegt damit einen Punkt unter dem Vorjahreswert und wird in diesem Tarifjahr von anderen Gewerkschaften wie Verdi und IG BAU übertroffen.

Dax nach italienischer Anleiheauktion moderat erholt

Frankfurt/Main (dpa) - Nach einer gut verlaufenen italienischen Anleiheauktion hat sich der Dax am Mittwoch auf seinem gedrückten Vortagsniveau stabilisiert. Der Leitindex lag am Nachmittag mit 0,19 Prozent im Plus bei 7612 Punkten, womit er auch wieder knapp über die Marke von 7600 Punkten zurückkehrte. Allerdings zeugten im Tagesverlauf schwankende Kurse davon, dass die Anleger weiterhin mit Sorge nach Italien blickten. Am Rentenmarkt sank die durchschnittliche Rendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,18 Prozent am Vortag auf 1,16 Prozent. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3097 (Dienstag: 1,3077) Dollar fest.