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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Geldgeber wollen sich auf Griechenland-Rettung einigen


Brüssel/Athen (dpa) - Beim Streit der Geldgeber um die Rettung Griechenlands vor der Pleite gibt es wieder Bewegung. Eurogruppenchef Jean-Claude Juncker zeigte sich am Dienstag in Brüssel vor Beratungen der ihm geführten Euro-Finanzminister vorsichtig optimistisch. In Athen wächst die Zuversicht, dass dringend benötigte Hilfsmilliarden in den nächsten Wochen eintreffen werden. «Ich gehe davon aus, dass die Chancen gut stehen, dass wir heute abend zu einer endgültigen, einvernehmlichen Lösung kommen. Ganz sicher bin ich meiner Sache aber nicht», sagte der luxemburgische Premier Juncker. «Klar ist, dass Griechenland geliefert hat. Wir werden uns über Details verständigen müssen.»

Sieben Jahre Haft für Milliarden-Zocker bei Schweizer UBS

London (dpa) - Nach der Milliarden-Zockerei bei der Schweizer Großbank UBS ist der 32 Jahre alte Ex-Händler Kweku Adoboli zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Das gab der Southwark Crown Court in London am Dienstag bekannt. Zuvor hatte eine Jury den Mann in zwei Fällen des Betrugs für schuldig befunden. Adoboli hatte mit risikoreichen Börsengeschäften die Bank um insgesamt 2,3 Milliarden US-Dollar gebracht. Er selbst hatte den Betrug bis zuletzt bestritten. Er habe lediglich versucht, zum Wohl der Bank zu arbeiten. Kollegen und Vorgesetzte hätten von den Geschäften, bei denen er das Risikomanagement der Bank umgangen hatte, gewusst.

Hewlett-Packard fühlt sich betrogen: Milliardengrab bei Zukauf

Palo Alto (dpa) - Ein noch vom deutschen Konzernchef Léo Apotheker eingefädelter Zukauf entpuppt sich für Hewlett-Packard als Milliardengrab. Wegen erst jetzt entdeckter «ernsthafter Unregelmäßigkeiten» und «massiver Ungenauigkeiten» in der Bilanzierung des Software-Unternehmens Autonomy schreibt der US-Computerkonzern 8,8 Milliarden Dollar in den Wind. Damit löst sich fast der komplette Kaufpreis von damals gut 10 Milliarden Dollar auf. Durch die Abschreibung liege der Verlust im vierten Geschäftsquartal (August bis Oktober) bei 6,9 Milliarden Dollar (5,4 Mrd Euro), teilte HP am Dienstag überraschend mit.

Frankreich verliert Spitzenrating bei Moody's

Paris/Berlin (dpa) - Neuer Rückschlag in der Euro-Schuldenkrise: Die US-Ratingagentur Moody's hat Frankreich die Topbonität entzogen und die Kreditwürdigkeit des Euro-Landes um eine Note von «Aaa» auf «Aa1» gesenkt. Der Ausblick bleibt negativ. Damit droht eine weitere Herabstufung. Frankreich ist der wichtigste deutsche Handelspartner und die zweitgrößte Volkswirtschaft in Europa. Moody's begründete den Schritt am späten Montag damit, dass sich Frankreichs langfristige Wachstumsaussichten eingetrübt hätten. Das Land habe an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt und der finanzielle Ausblick sei unsicher, teilte die Ratingagentur in Frankfurt mit. Zudem sei immer schwieriger berechenbar, wie Frankreich künftige Krisen in der Eurozone verkrafte. Moody's-Konkurrent Standard & Poor's hatte dem französischen Staat bereits Anfang des Jahres die Bestbewertung als Schuldner entzogen.

Dr. Oetker unterliegt erneut im Streit über Pudding «Paula»

Düsseldorf (dpa) - Der juristische Streit über den Fleckenpudding «Paula» ist entschieden. Dr. Oetker musste vor Gericht erneut eine Niederlage einstecken. Das Landgericht Düsseldorf wies am Dienstag im Eilverfahren einen Verbotsantrag des Lebensmittelriesen gegen die bayerische Molkerei Gropper zurück. Der Pudding «Flecki», den Gropper für den Discounter Aldi Süd herstellt, verletze nicht das technische Patent von Dr. Oetker, entschieden die Richter. Das Verfahren der Herstellung unterscheide sich gravierend, «Paula» habe markantere Flecken. Dr. Oetker kündigte an, man werde den Fall nicht mehr weiterverfolgen.(Az.: 4b O 141/12) Zuvor war Dr. Oetker bereits in zwei Instanzen mit der Forderung nach einem Verkaufsverbot von «Flecki» gescheitert.

Glencore-Aktionäre segnen Milliarden-Fusion mit Xstrata ab

Zug (dpa) - Die Anleger des weltgrößten Rohstoffhändlers Glencore haben am Dienstag erwartungsgemäß die geplante Fusion mit dem Bergbaukonzern Xstrata abgesegnet. Die Zustimmung durch die Glencore-Aktionärsversammlung in Zug erfolgte nahezu einstimmig. Das entscheidende Votum der Xstrata-Anteilseigner über den Deal im Umfang von mehr als 30 Milliarden US-Dollar stand am Nachmittag ebenfalls in Zug an. Nachdem das Golfemirat Katar - mit einem 12-Prozent-Anteil ein einflussreicher Aktionär - in der vergangenen Woche seine Blockade gegen den Zusammenschluss aufgegeben hatte, wurde allgemein mit einer ausreichenden Mehrheit für die Megafusion gerechnet.

Dax legt weiter zu

Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag an seinen starken Wochenbeginn angeknüpft. Nach einem schwächeren Start verbesserte sich der Dax bis zum Nachmittag um 0,19 Prozent auf 7138 Punkte. Die Abstufung des Kreditratings von Frankreich durch Moody's schüttelte der Leitindex ab, was Händler mit seiner relativ geringen Abhängigkeit von Finanzwerten begründeten. Für den MDax ging es um 0,31 Prozent nach oben auf 11 207 Punkte und der TecDax stieg um 0,38 Prozent auf 808 Punkte. Am Anleihemarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 1,09 (Montag: 1,08) Prozent. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2809 (1,2762) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7807 (0,7836) Euro.