weather-image
15°

dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

0.0
0.0

Auch Energieriesen Eon und RWE erhöhen Preise


Düsseldorf/Essen (dpa) - Im kommenden Jahr müssen auch hunderttausende Kunden der Energieriesen Eon und RWE deutlich mehr für ihren Strom bezahlen. Der Preis bei Eon steige im Schnitt um 8,7 Prozent, teilte der Eon-Vertrieb am Montag mit. Eon hat rund sechs Millionen Kunden. RWE will den Preis für seine Kunden in der Grundversorgung vorerst stabil halten. Der Strompreis für die etwa 500 000 Kunden mit Festpreisverträgen werde aber im Schnitt um 8 bis 9 Prozent erhöht, um die höheren staatlichen Abgaben umzulegen, sagte ein Sprecher auf Nachfrage. Außerdem erhöht RWE die Tarife für Nachtspeicherofen- und Wärmepumpenkunden. Davon sind allein in NRW, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz rund 250 000 Kunden betroffen.

SAS-Mitarbeiter opfern Gehalt, Freizeit und Pension für Joberhalt

Kopenhagen/Stockholm (dpa) - Das Traditionsunternehmen SAS hat seinen 15 000 Beschäftigten im Überlebenskampf gegen Billigflieger Lohnkürzungen, längere Arbeitszeiten, geringere Rentenansprüche sowie Stellenabbau auferlegt. Unter der Drohung eines möglichen Insolvenzantrages stimmten am Montag in Kopenhagen alle acht betroffenen Gewerkschaften einem Krisenplan mit zum Teil massiven Einbußen für die Mitarbeiter zu. Auf die Piloten kommen nach Medienangaben unter anderem eine durchschnittliche Absenkung ihres Einkommens um zehn Prozent und eine Ausweitung der Arbeitszeit um acht Prozent zu.

Bundesbank: Deutsche Konjunktur verliert an Schwung

Frankfurt/Main (dpa) - Die Deutsche Bundesbank hat wenig Hoffnung auf eine rasche Konjunkturerholung in Deutschland. «Die Zuversicht, dass sich die Konjunktur kurzfristig beleben könnte, geht in immer mehr Bereichen der Wirtschaft verloren», schreibt die Notenbank in ihrem am Montag in Frankfurt vorgelegten Monatsbericht. Bisher habe vor allem die exportorientierte Industrie unter dem langsameren globalen Wachstumstempo und den Krisen in Teilen des Euroraums gelitten: «Inzwischen ist aber unverkennbar, dass die Wirtschaft davon in der Breite in Mitleidenschaft gezogen werden könnte.»

Bund verkauft ostdeutsche TLG-Wohnungen an Hamburger Konzern

Berlin (dpa) - Der Bund verkauft rund 11 350 Wohnungen in Ostdeutschland an den Hamburger TAG-Konzern und vereinbart einen weitreichenden Mieterschutz. Das börsennotierte Unternehmen zahlt für die Wohnungen der früheren Treuhandtochter TLG rund 471 Millionen Euro. Zum Schutz der Mieter sei eine «Sozialcharta» vereinbart worden, die deutlich über geltende Vorschriften zum Mieterschutz hinausgehe, teilte das Finanzministerium am Montag in Berlin weiter mit. Für die Gewerbeimmobilien der bundeseigenen TLG werde ein Verkauf in den nächsten Wochen angestrebt, hieß es. Damit hat der Bund - nach der jüngsten Abgabe von Post-Aktien - wieder eine größere Privatisierung umgesetzt.

Griechenland-Streit schwelt vor Kassenhüter-Treffen weiter

Brüssel/Athen (dpa) - Die Eurogruppe will am Dienstag in Brüssel eine Kreditauszahlung von 31,5 Milliarden Euro grundsätzlich an Griechenland freigeben. Da das Hilfsprogramm für das pleitebedrohte Krisenland von 130 Milliarden Euro aus dem Ruder gelaufen ist, klafft jedoch ein milliardenschweres Finanzloch. Diplomaten rechnen deshalb damit, dass es bei dem Sondertreffen der Euro-Kassenhüter - wie schon in der vergangenen Woche - zähe und komplizierte Verhandlungen geben wird. Auch IWF-Chefin Christine Lagarde, die auf mehr Engagement der Euro-Staaten dringt, will zu dem Treffen anreisen.

Jedes vierte Unternehmen plant Stellenabbau

Berlin (dpa) - Der Konjunkturabschwung bei den EU-Nachbarn könnte bald auch den deutschen Arbeitsmarkt treffen. 28 Prozent der deutschen Unternehmen planen nach eine Umfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) im kommenden Jahr einen Stellenabbau. Lediglich 20 Prozent wollen neue Arbeitsplätze schaffen, die übrigen erwarten eine stabile Personalzahl, wie das Institut am Montag berichtete. «Die insgesamt negativen Beschäftigungsaussichten in Deutschland zeigen sich in allen Wirtschaftsbereichen», sagte IW-Direktor Michael Hüther in Berlin. Sinkende Exportaussichten führten vor allem in der Industrie zu vorsichtiger Planung.

Dax steigt wieder über 7000 Punkte

Frankfurt/Main (dpa) - Optimismus nach den ersten Spitzengesprächen über den US-Haushalt hat dem zuletzt schwachen deutschen Aktienmarkt zu Wochenbeginn eine Erholung gegönnt. Der Dax zog um 1,83 Prozent an auf 7078 Punkte. Am Freitag war der Leitindex noch unter die viel beachtete Marke von 7000 Punkten auf den tiefsten Stand seit fast zwei Monaten gerutscht. Für den MDax ging es zuletzt um 1,40 Prozent auf 11 111 Punkte hoch und der TecDax gewann 1,15 Prozent auf 800 Punkte. Am Anleihemarkt verharrte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 1,08 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,02 Prozent auf 135,16 Punkte. Der Bund Future sank um 0,10 Prozent auf 143,09 Punkte. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,2762 (Freitag: 1,2745) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7836 (0,7846) Euro.