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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Lufthansa-Streik: Fast zwei Drittel der Flüge fallen am Mittwoch aus


Frankfurt/Main (dpa) - Wegen des verschärften Pilotenstreiks bei der Lufthansa fallen nach Angaben des Konzerns am Mittwoch fast zwei Drittel aller geplanten Flüge aus. Es treffe rund 1000 der insgesamt 1520 vorgesehenen Verbindungen, teilte das Unternehmen am Dienstag zu seinem Sonderflugplan in Frankfurt mit. Betroffen seien etwa 140 000 von 180 000 gebuchten Passagieren. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) wollte ab Mitternacht ihren Ausstand auf den Kurz- und Mittelstrecken fortsetzen, nachdem von Dienstagmorgen an zunächst die Langstrecke betroffen war. Die Lufthansa will das Vorgehen der Pilotengewerkschaft gerichtlich überprüfen lassen. Aus dem Arbeitsgericht Frankfurt am Main hieß es, das Unternehmen habe eine einstweilige Verfügung beantragt, um den Streik zu stoppen.

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Deutsche Exporteure auf Rekordkurs - Juli-Anstieg überrascht

Wiesbaden (dpa) - Die deutschen Exporteure bleiben auf Rekordkurs: Im Juli stiegen die Ausfuhren gegenüber dem Vormonat bereinigt um 2,4 Prozent auf 103,4 Milliarden Euro und damit auf den höchsten jemals ermittelten saisonbereinigten Monatswert, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Bankvolkswirte hatten im Schnitt nur mit einem Plus von 1,0 Prozent gerechnet. »Die deutschen Ausfuhren starten schwungvoll in die zweite Jahreshälfte und trotzen der insgesamt eher gedämpften Entwicklung der Weltkonjunktur«, sagte der Präsident des Außenhandelsverbandes BGA, Anton F. Börner. Der schwache Euro stütze die Nachfrage nach deutschen Gütern in Drittländern.

Schäuble: Auch dieses und nächstes Jahr »gutes Wirtschaftswachstum«

Berlin (dpa) - Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) erwartet für Deutschland eine anhaltend gute Konjunkturentwicklung. Für dieses und nächstes Jahr sei weiterhin mit einem »guten Wirtschaftswachstum« zu rechnen, sagte Schäuble am Dienstag im Bundestag zum Auftakt der Haushaltsberatungen. Er wandte sich erneut gegen eine Politik des billigen Geldes. Aber die Phase niedriger Zinsen werde wohl noch länger andauern. Es setze sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass trotz stark steigender Schulden in den entwickelten Volkswirtschaften nur mäßiges Wachstum erzielt worden sei. Schuldenfinanzierten Konjunkturpaketen erteilte Schäuble erneut eine klare Absage.

GE muss Zugeständnisse für Übernahme von Alstom-Sparte machen

Brüssel/Straßburg (dpa) - Der US-Konzern General Electric (GE) muss für die milliardenschwere Übernahme der Energiesparte des französischen Konzerns Alstom Zugeständnisse machen. GE werde Kernelemente der Hochleistungs-Gasturbinen-Sparte von Alstom an das italienische Unternehmen Ansaldo verkaufen, teilte die EU-Kommission am Dienstag nach einer Prüfung des Falls mit. Unter dieser Auflage genehmigten Europas oberste Wettbewerbshüter die Übernahme. Der US-Konzern lässt sich den Zukauf nach früheren Angaben 12,4 Milliarden Euro kosten. Siemens hatte sich ebenfalls mit einem Konsortium um die Alstom-Sparte bemüht.

Europäische Firmen: Goldene Zeiten in China vorbei - weiterer Dämpfer

Peking (dpa) - Europäische Unternehmen zeichnen ein zunehmend trübes Bild von der wirtschaftlichen Lage Chinas. »Die Wirtschaft verlangsamt sich und bereits angekündigte Reformen werden zu langsam umgesetzt«, sagte Jörg Wuttke, Präsident der Europäischen Handelskammer in China, der Deutschen Presse-Agentur. Die schlechten Nachrichten aus der Volksrepublik reißen derzeit nicht ab. Die Importe Chinas brachen im August überraschend stark ein - für Experten ein klarer Beleg für die lahmende Binnenkonjunktur. Auch die Exporte gingen deutlich zurück.

Wirtschaft in den Euro-Ländern wächst etwas schneller

Luxemburg (dpa) - Die Wirtschaft in den Euro-Ländern ist im ersten Halbjahr stärker gewachsen als zunächst bekannt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der 19 Staaten mit Gemeinschaftswährung stieg im zweiten Quartal im Vergleich zum Vorquartal um 0,4 Prozent, teilte die Statistikbehörde Eurostat am Dienstag in einer zweiten Berechnung in Luxemburg mit. Zunächst hatten die Statistiker 0,3 Prozent ausgerechnet. Auch für den Jahresbeginn korrigierte das Statistikamt rückwirkend seine Zahlen nach oben. Demnach legte die Konjunktur im ersten Quartal um 0,5 Prozent statt bislang berechneten 0,4 Prozent zu.

Deutsche Daimler-Mitarbeiter erhalten Kündigungsschutz bis 2020

Stuttgart (dpa) - Der Autohersteller Daimler hat den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen in Deutschland bis 2020 verlängert. Außerdem werden weiterhin alle ausgelernten Auszubildenden übernommen, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Die bisherige Regelung wäre Ende 2016 ausgelaufen. Die sogenannte Zukunftssicherung gilt für die Tarifbeschäftigten der Daimler AG in Deutschland - dem Betriebsrat zufolge waren das zuletzt rund 135 000. Insgesamt beschäftigte Daimler zuletzt rund 170 000 Mitarbeiter in Deutschland. Weltweit sind es etwa 280 000.

Deutscher Exportrekord schiebt Börsen an

Frankfurt/Main (dpa) - Gute Außenhandelszahlen aus Deutschland haben am Dienstag dem deutschen Aktienmarkt kräftig Schwung verliehen und Sorgen um China in den Hintergrund gedrängt. Der Dax knüpfte an seine Erholung vom Vortag an und legte bis zum Nachmittag um 2,28 Prozent auf 10 339,53 Punkte zu. Für den Index der mittelgroßen Werte MDax ging es am Dienstag um 1,74 Prozent auf 19 687,37 Punkte hoch, der Technologiewerte-Index TecDax legte um 2,05 Prozent auf 1728,26 Punkte zu. Der Kurs des Euro stieg. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,1162 (Montag: 1,1146) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8959 (0,8972) Euro.