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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Deutsche stecken ein Drittel des Einkommens in die Miete


Berlin (dpa) - Die Miete frisst in deutschen Haushalten im Schnitt ein Drittel des Einkommens. In den vergangenen zehn Jahren sei die Wohnkostenbelastung um rund drei Prozentpunkte gestiegen, sagte der Präsident des Bundesverbands deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen (GdW), Axel Gedaschko, am Mittwoch in Berlin. Schuld daran seien weniger hohe Kaltmieten als höhere Energiekosten. Wenn man die allgemeine Preisentwicklung berücksichtige, hätten sich die Warmmieten im Bestand von 2003 bis 2013 lediglich um neun Cent pro Quadratmeter erhöht. Die Kaltmieten seien preisbereinigt sogar zurückgegangen.

Bahn sucht in separaten Verhandlungen Lösung für Tarifkonflikt

Köln/Berlin (dpa) - Die Deutsche Bahn steht im aktuellen Tarifkonflikt wieder vor einer kritischen Phase. An diesem Freitag führt der Konzern getrennte Verhandlungen mit den beiden Gewerkschaften EVG und GDL. Sollten die dabei erhofften Fortschritte ausbleiben, könnten den Bahnkunden wieder Streiks drohen. Ein Spitzengespräch mit den drei Beteiligten war am Dienstagabend in Köln ohne Verständigung auf künftige gemeinsame Verhandlungen zu Ende gegangen. Daran hatten Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber sowie die Vorsitzenden der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), Alexander Kirchner, und der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), Claus Weselsky, teilgenommen.

Besserer Schutz für Spareinlagen - Kabinett beschließt EU-Vorgaben

Berlin (dpa) - Sparer in Deutschland sind künftig besser vor dem Verlust ihres Geldes geschützt. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch das Gesetz zur Umsetzung einer EU-Richtlinie für die einheitliche Einlagensicherung. Danach kommen Sparer im Schadensfall künftig auch schneller und unbürokratischer an ihr Geld. Bei einer Bank-Pleite sollen Kontoinhaber ihre Einlagen innerhalb von sieben Tagen zurückerhalten - in Deutschland gilt dies ab 1. Juni 2016, europaweit spätestens 2024. Derzeit gilt eine Frist von 20 Tagen. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) erklärte: «Die deutschen Sparer wissen: Ihre Spareinlagen sind sicher.»

Industrie investiert 2013 weniger - Abwärtstrend setzt sich fort

Wiesbaden (dpa) - Die deutsche Industrie hat im vergangenen Jahr 56,5 Milliarden Euro in neue Maschinen und Fabrikhallen gesteckt. Das waren rund 0,5 Milliarden Euro oder 0,8 Prozent weniger als ein Jahr vorher, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Investitionen sind neben dem Konsum und dem Außenhandel ein wichtiger Pfeiler für die Konjunkturentwicklung insgesamt. Allerdings war der eineinhalb Jahre andauernde Abwärtstrend im Schlussquartal 2013 im Zuge der Hoffnungen auf ein Ende der Krise im Euroraum gestoppt worden. Anfang 2014 zogen die Investitionen sogar kräftig an, bevor kriegerische Auseinandersetzungen etwa in Syrien und vor allem die Ukraine-Russland-Krise auf die Stimmung drückten.

Burger King kündigt Filialbetreiber - 3000 Beschäftigte betroffen

München (dpa) - Nach dem Wirbel um Hygieneverstöße und schlechte Arbeitsbedingungen greift die Fastfood-Kette Burger King hart durch: Der größte deutsche Lizenznehmer Yi-Ko Holding müsse den Betrieb in all seinen 89 Burger-King-Restaurants einstellen, die entsprechenden Verträge würden mit sofortiger Wirkung gekündigt, teilte Burger King Europe am Mittwoch in München mit. Der Schritt betrifft etwa jede siebte deutsche Filiale des US-Unternehmens und damit insgesamt rund 3000 Beschäftigte. Die Mitarbeiter stünden nun vor einer ungewissen Zukunft, kritisierte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG). Mit der Kündigung müssen die Filialen umfirmieren, sie werden künftig nicht mehr von Burger King beliefert. Ob und wie viele Restaurants dauerhaft schließen müssen, war zunächst nicht absehbar.

Deutsche Exporteure rechnen mit längeren Sanktionen gegen Russland

Berlin (dpa) - Die deutschen Exporteure stellen sich nach Angaben des Außenhandelsverbandes BGA auf längere und stärkere Einbußen im Zuge der Sanktionen des Westens gegen Russland ein. «Der Konflikt in der Ukraine ist eben kein Strohfeuer», sagte Verbandspräsident Anton Börner am Mittwoch in Berlin. Schon bisher seien die Ausfuhren nach Russland um ein Drittel eingebrochen. Ein weiterer Rückgang sei zu befürchten, wenn alle Sanktionen greifen oder neue hinzukommen. Neben den Auswirkungen der Sanktionen beider Seiten träfen die Unternehmen mindestens genauso hart der Rubelverfall und die unsicheren Investitionsbedingungen.

Vertragsverlängerung für ThyssenKrupp-Chef Hiesinger

Essen (dpa) - Der Aufsichtsrat des Stahl- und Industriekonzerns ThyssenKrupp hat am Mittwoch die Verlängerung des Vertrags von Konzernchef Heinrich Hiesinger beschlossen. Der im Herbst 2015 auslaufende Vertrag des Managers werde um weitere fünf Jahre bis zum September 2020 verlängert, teilte das Unternehmen in Essen mit. Aufsichtsratschef Ulrich Lehner würdigte die «Konsequenz», das «Augenmaß» und die «ruhige Hand» des Managers. Unter seiner Führung seien die entscheidenden Weichen für die Neuausrichtung des Konzerns gestellt worden.

Deutscher Aktienmarkt gewinnt an Fahrt - Hoffen auf Fed

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Mittwoch nach einem verhaltenen Start wieder den Weg nach oben eingeschlagen. Am Nachmittag notierte der deutsche Leitindex 0,41 Prozent höher bei 9495,40 Punkten. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es am Mittwoch um 0,59 Prozent hoch auf 16 544,85 Punkte, während der Technologiewerte-Index TecDax 0,51 Prozent auf 1311,90 Punkte gewann. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stieg um 0,32 Prozent. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2535 (Dienstag: 1,2514) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7978 (0,7991) Euro.