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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

Siemens-Manager neuer Technikchef am Hauptstadtflughafen BER

Schönefeld (dpa) - Der Siemens-Manager Jörg Marks wird Technikchef auf der Baustelle des neuen Berliner Hauptstadtflughafens BER. Der 46 Jahre alte Ingenieur übernimmt von August an die Aufgaben des in der Korruptionsaffäre gefeuerten Technikchefs Jochen Großmann, wie der Flughafen am Mittwoch mitteilte. «Herr Marks ist mein absoluter Wunschkandidat», hob Flughafenchef Hartmut Mehdorn hervor. Er holt seinen neuen Technikchef vom derzeit wichtigsten Auftragnehmer des Flughafens: Als Regionalchef der Gebäudetechnik-Sparte ist Marks seit 2008 für den Siemens-Auftrag auf der Baustelle verantwortlich. Der Konzern soll die Brandschutzanlage zum Laufen bringen und damit die Eröffnung des Flughafens ermöglichen. Probleme mit der Anlage galten als Hauptgrund für die Absage der Eröffnung vor zwei Jahren.

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Medien: GE will Siemens im Alstom-Poker mit neuem Angebot ausstechen

Paris (dpa) - Der Siemens-Rivale General Electric gibt sich im Kampf um den französischen Industriekonzern Alstom noch nicht geschlagen. Nach Informationen amerikanischer und französischer Medien arbeitet GE an einem verbesserten Angebot, um Siemens und dessen japanischen Partner Mitsubishi Heavy Industries (MHI) doch noch auszustechen. Noch in dieser Woche könnte die versüßte Offerte demnach offiziell vorgelegt werden. Zwar soll der Kaufpreis stabil bleiben, doch General Electric scheint zu anderen Zugeständnissen bereit. Nach einem Bericht der Tageszeitung «Le Figaro» will der US-Konzern unter anderem akzeptieren, nur einen Teil des Stromnetzgeschäfts der Franzosen zu bekommen. Zudem soll es Gespräche über einen Verkauf des GE-Geschäfts mit Bahnsignaltechnik an Alstom geben; oder die Amerikaner könnten den Zweig in eine Gemeinschaftsfirma mit den Franzosen einbringen.

Ex-Kanzleramtschef Pofalla wird Bahn-Manager

Berlin (dpa) - Der frühere Kanzleramtschef Ronald Pofalla wird Manager bei der Deutschen Bahn. Er übernimmt zum 1. Januar 2015 den Posten eines Generalbevollmächtigten für politische und internationale Beziehungen. Das teilte das Bundesunternehmen am Mittwoch am Rande einer Aufsichtsratssitzung in Berlin mit. Das Kontrollgremium habe die Entscheidung des Vorstands «zur Kenntnis genommen», hieß es. «In einem späteren zweiten Schritt» sei geplant, Pofalla in den Konzernvorstand zu berufen. Der Zeitpunkt dafür wurde offengelassen. Als Bevollmächtigter soll Pofalla auch die Bahn-Interessen bei der EU in Brüssel vertreten.

China will groß in Griechenland investieren

Athen (dpa) - Chinesische Firmen wollen groß im Euro-Krisenland Griechenland investieren. Das kündigte der chinesische Premierminister Li Keqiang am Vortag eines zweitägigen Besuches in Griechenland an. «Wir werden zusammen mit Griechenland den Hafen von Piräus zum besten Hafen im Mittelmeer verwandeln», sagte Keqiang der Athener Zeitung «Kathimerini» am Mittwoch. Für Athen kommen diese Pläne im «richtigen Moment», wie es aus Kreisen der Regierung hieß. Das Land brauche dringend Investitionen. Der chinesische Premierminister kündigte zudem an, Firmen seines Landes hätten starkes Interesse am Kauf von griechischen Flughäfen und Eisenbahnen. Die griechische Finanzpresse berichtete, Peking plane, beim Athener Großflughafen «Eleftherios Venizelos» einzusteigen.

Angeschlagene Air Berlin will sich neu aufstellen

London (dpa) - Die finanziell flügellahme Fluggesellschaft Air Berlin will sich nach einem Nettoverlust in Höhe von 315 Millionen Euro im vergangenen Jahr neu aufstellen. Das kündigte Vorstandschef Wolfgang Prock-Schauer am Mittwoch bei der Hauptversammlung der Air Berlin am Londoner Flughafen Heathrow an. Das Konzept steht jeodoch noch nicht. «Wir werden ein Gesamtkonzept erstellen, das wir im Board diskutieren und entscheiden», sagte der Vorstandschef. Air Berlin hatte sich zuletzt nur mit millionschweren Finanzspritzen des Großaktionärs Etihad aus Abi Dhabi über Wasser halten können. Die Airline musste Flugzeuge verkaufen und rund 900 Stellen streichen.

China gibt direkten Handel von Renminbi und Pfund frei

Peking (dpa) - China treibt die Internationalisierung seiner Währung weiter voran: Ab Donnerstag ist der direkte Handel zwischen dem chinesischen Renminbi und dem britischen Pfund erlaubt. Dies teilte die chinesische Notenbank am Mittwoch mit. Damit gesellt sich die Währung Großbritanniens zu einer Hand voll Devisen, die ebenfalls gegen Renminbi (oder Yuan) tauschbar sind. Dazu zählen der US-Dollar, der japanische Yen sowie der australische und der neuseeländische Dollar. Experten erwarten, dass der direkte Handel auch mit der europäischen Gemeinschaftswährung Euro nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt. Die Erklärung der chinesischen Notenbank fällt zeitlich mit einem Staatsbesuch des chinesischen Ministerpräsidenten Li Keqiang in Großbritannien zusammen.

Stabilitätswächter sehen keine Immobilienblase

Berlin (dpa) - In Deutschland droht wegen der niedrigen Zinsen nach Einschätzung des Ausschusses für Finanzstabilität derzeit keine Immobilienblase. Bisher sei noch keine Spirale aus Preiserhöhungen, steigender Verschuldung und Lockerung der Kreditbedingungen festzustellen, schreiben die Stabilitätswächter in ihrem ersten Bericht an den Bundestag. Der Ausschuss werde die Entwicklung des Wohnimmobilienmarktes jedoch weiterhin sorgfältig beobachten. Dem Gremium gehören die Spitzen des Finanzministeriums, der Bundesbank sowie der Aufsicht Bafin an. Damit soll früher sowie schlagkräftiger auf Fehlentwicklungen reagiert werden. In dem am Mittwoch in Berlin bekanntgewordenen Jahresbericht für den Zeitraum bis Ende März 2014 verweist der Ausschuss auf «eine Reihe akuter und latenter Risiken».

Zeitung: GE bereitet im Alstom-Poker neues Angebot vor

Paris (dpa) - Im Bietergefecht um den französischen Industriekonzern Alstom bereitet das US-Unternehmen General Electric (GE) nach Informationen der Tageszeitung «Le Figaro» ein neues Angebot vor. Die Amerikaner wollen demnach unter anderem akzeptieren, nur einen Teil des Stromnetzgeschäfts der Franzosen zu bekommen. Zudem sind sie angeblich bereit, ihr eigenes Bahnsignaltechnik-Geschäft ganz oder teilweise an Alstom zu überführen. Damit könnte die von den GE-Kaufplänen nicht betroffene Bahntechniksparte der Franzosen gestärkt werden, zu der auch der Bau von Hochgeschwindigkeitszügen vom Typ TGV zählt. Ursprünglich hatte GE lediglich angeboten, für 12,35 Milliarden Euro die komplette Energietechniksparte von Alstom zu übernehmen. Die mit einem Veto-Recht ausgestattete Regierung in Paris sieht dies allerdings als negativ für den Industriestandort Frankreich und fordert Nachbesserungen.

Dax setzt Erholungsversuch im umsatzschwachen Handel fort

Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Mittwoch nach einem verhaltenen Start seinen Erholungsversuch fortgesetzt. Der deutsche Leitindex rückte bis zum Nachmittag um 0,24 Prozent auf 9944 Punkte vor. Tags zuvor war er bereits zeitweise bis auf 9982 Punkte gestiegen, nach enttäuschenden Konjunkturdaten jedoch deutlich zurückgekommen. Der MDax gewann zur Wochenmitte 0,15 Prozent und kam auf 16 959 Punkte, der TecDax legte um 0,39 Prozent auf 1318 Punkte zu. Der EuroStoxx 50 stieg um 0,17 Prozent. Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,10 Prozent am Vortag auf 1,12 Prozent. Der Kurs des Euro fiel. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,3563 (Dienstag: 1,3568) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7373 (0,7370) Euro.