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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Jain/Fitschen verordnen Deutscher Bank Sparkurs und Kulturwandel =


Frankfurt/Main (dpa) - Mit einem milliardenschweren Sparprogramm will die neue Deutsche-Bank-Führung den Konzern fit für die Zukunft machen. Die jährlichen Kosten sollen bis 2015 um 4,5 Milliarden Euro gedrückt werden, eine Art «Bad Bank» soll riskante Papiere in Milliardenhöhe losschlagen. Um den Abbau von Vermögenswerten beschleunigen, die nicht zum Kerngeschäft zählen, bildet die Bank eine Geschäftseinheit mit dem Namen «Non-Core-Operations». Dort werden Risikogeschäfte im Volumen von rund 135 Milliarden Euro gebündelt. Dabei geht es vor allem um verbriefte Wertpapiere, die bisher in der Investmentbanksparte geparkt waren. Das seit Juni amtierende Duo will Deutschlands größter Bank auch ein positiveres Image verschaffen. Ein Wandel der Unternehmenskultur sei «unerlässlich».

Airbus: Flugzeugbedarf in Deutschland verdoppelt sich bis 2031 =

Berlin (dpa) - Die Zahl der Passagier- und Frachtflugzeuge bei deutschen Airlines wird sich nach Airbus-Schätzungen in den kommenden 20 Jahren verdoppeln. Der europäische Flugzeugbauer erwartet insgesamt einen Bedarf von 1020 Neuflugzeugen. «Weltweit wird Deutschland zu den fünf wichtigsten Abnehmerländern gehören», sagte Airbus-Manager Chris Emerson zum Auftakt der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung am Dienstag in Berlin. Airbus-Chef Fabrice Brégier kündigte zum 1. Januar eine Neuaufstellung der Werke an den europäischen Standorten an, um die Schlagkraft zu erhöhen. Beim weltgrößten Passagierjet A380 räumte er Probleme ein, das Auslieferungsziel von 30 Flugzeugen in diesem Jahr zu erreichen.

Spanien will keine EU-Sparvorschriften akzeptieren =

Madrid (dpa) - Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy hat noch keine Entscheidung über einen Antrag auf EU-Hilfen gefällt. Im spanischen Fernsehen sagte Rajoy am Montagabend, er müsse noch die Bedingungen für einen möglichen Hilfsantrag prüfen. «Man soll vorsichtig sein. Es ist keine einfache Entscheidung. Ich habe mich noch nicht entschieden, die Europäische Zentralbank um Hilfe zu bitten, damit diese Staatsanleihen am Sekundärmarkt aufkauft.» Rajoy stellt klar, dass er von der EU keine Vorschriften für konkrete Sparmaßnahmen akzeptieren werde. Das Wichtigste sei, Ausgaben und Einnahmen in Einklang zu bringen, um das Defizit zu senken.

Philips verschärft Sparkurs und streicht mehr Stellen =

London (dpa) - Der Elektronikkonzern Philips verschärft sein Sparprogramm und streicht zusätzliche 2200 Stellen. Bis 2014 will Vorstandschef Frans van Houten nun 1,1 Milliarden Euro und damit 300 Millionen Euro zusätzlich einsparen. Als Folge sollen weltweit rund 6700 Stellen statt der zuvor geplanten 4500 Arbeitsplätze gestrichen werden. Mit den Einsparungen könne Philips dem konjunkturellen Gegenwind besser standhalten, sagte van Houten am Dienstag während einer Investorenveranstaltung in London. Auch der deutsche Konkurrent Siemens will im Oktober ein Sparprogramm ankündigen und damit seine Wettbewerbsfähigkeit steigern.

Regierungsgutachter kritisiert Führung von PSA Peugeot Citroën =

Paris (dpa) - Der französische Autokonzern PSA Peugeot Citroën muss sich heftige Kritik von einem Sondergutachter der Regierung gefallen lassen. Die Führung des Unternehmens habe in den vergangenen Jahren erhebliche strategische Fehler gemacht, heißt es in einem am Dienstag vorgestellten Bericht von Emmanuel Sartorius. Eine umfassende und schnelle Restrukturierung sei unumgänglich. PSA leide unter anderem an Überkapazitäten und sei zu abhängig vom krisengeschüttelten Absatzmarkt in Europa. Hintergrund des von der Regierung beauftragten Gutachtens sind die Sparpläne der PSA-Führung. Sie will ein Werk ganz schließen und rund 8000 Arbeitsplätze streichen, was aber in Frankreich auf heftige Proteste stößt.

Deutscher Aktienmarkt in Wartestellung =

Frankfurt/Main (dpa) - Einen Tag vor der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes zum Euro-Rettungsschirm ESM sind die Anleger am Dienstag in Wartestellung geblieben. Der Leitindex Dax rückte um 0,08 Prozent vor auf 7219 Punkte. Für den MDax ging es um 0,57 Prozent auf 11 090 Punkte nach unten, der TecDax sank um 0,42 Prozent auf 800 Punkte. Der Kurs des Euro legte zu: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2787 (Montag: 1,2776) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7820 (0,7827) Euro.