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dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

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Ifo-Index legt überraschend weiter zu


München (dpa) - Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im Februar überraschend weiter verbessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg den jüngsten Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten zum Trotz im zweiten Monat des Jahres von 110,6 auf 111,3 Punkte. Dies teilte das Ifo Institut am Montag in München mit. Experten hatten eigentlich mit einem kleinen Rückgang um 0,1 Punkte gerechnet. Der Index gilt als wichtigster Frühindikator der deutschen Wirtschaft. «Die aktuelle Geschäftslage ist von den Unternehmen deutlich besser bewertet worden als im Vormonat», sagte Ifo-Präsident Hans Werner Sinn.

Bayer bei Algeta-Übernahme auf der Zielgeraden

Leverkusen (dpa) - Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer ist mit seinem milliardenschweren Übernahmeangebot für den norwegischen Krebsspezialisten Algeta auf der Zielgeraden. Inzwischen lägen für mehr als 92 Prozent der Algeta-Aktien Annahmeerklärungen und verbindliche Annahmezusagen vor, teilte der Konzern am Montag gestützt auf vorläufige Zahlen mit. Dennoch verlängerte Bayer die Annahmefrist für sein Kaufangebot um zwei Tage bis zum kommenden Mittwoch um 9.00 Uhr. Die Konditionen ließ der Konzern dabei unverändert. In seinem Angebot bewertet Bayer das norwegische Unternehmen mit rund 1,9 Milliarden Euro.

Kontrolleure der BayernLB vertrauten Vorständen bei HGAA-Übernahme

München (dpa) - Im Strafprozess gegen ehemalige Vorstände der BayernLB wegen des Milliardendesasters mit der Hypo Alpe Adria haben die Richter erstmals die Rolle der Landesbank-Kontrolleure unter die Lupe genommen. Der frühere Chef des Aufsichtsgremiums, Siegfried Naser, erklärte am Montag als Zeuge vor dem Landgericht München, der Verwaltungsrat habe sich beim Kauf der österreichischen Bank auf die Informationen des Vorstandes verlassen. «Wir wussten: Der Vorstand lügt uns nicht an.» Der Verwaltungsrat habe sich dann intensiv mit den vorbereiteten Unterlagen beschäftigt und keine Hindernisse gesehen.

Daimler will Vorsprung bei Lastwagen weiter vergrößern

Stuttgart/Wolfsburg (dpa) - Nach Volkswagens Kampfansage im Lkw-Geschäft will Daimler seinen Vorsprung bei den schweren Nutzfahrzeugen weiter vergrößern. In diesem und im kommenden Jahr will der Autobauer in der Truck-Sparte etwa 4,4 Milliarden Euro investieren, wie Nutzfahrzeugvorstand Wolfgang Bernhard am Montag in Stuttgart ankündigte. Die Summe solle in einzelne Standorte, aber auch in Forschung und Entwicklung fließen. «Wir werden als Team von Daimler Trucks weiterhin mit Nachdruck daran arbeiten, unsere Position als Nummer eins der Lkw-Branche auszubauen», sagte Bernhard.

Boom am Bau lässt Umsatz und Beschäftigung steigen

Wiesbaden/Berlin (dpa) - Der Boom am deutschen Bau geht weiter. Nachdem die Branche 2013 laut Statistischem Bundesamt mit 96,6 Milliarden Euro den höchsten Umsatz seit der Jahrtausendwende eingefahren hat, sehen die Unternehmen auch das laufende Jahr positiv. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie erwartet für 2014 eine nochmalige Verbesserung des Umsatzes um 3,5 Prozent und einen Beschäftigungsanstieg um 1,1 Prozent auf 765 000 Mitarbeiter, wie er am Montag in Berlin mitteilte.

WhatsApp plant Anruf-Funktion

Barcelona (dpa) - WhatsApp-Nutzer werden über den Dienst bald auch telefonieren können. Bis Ende des Jahres solle die App eine Sprachfunktion bekommen, kündigte WhatsApp-Mitgründer Jan Koum am Montag auf der Mobilfunk-Messe Mobile World Congress in Barcelona an. Doch sonst werde nach dem spektakulären Verkauf der Firma an Facebook alles bleiben wie es ist, versicherte Koum. «Ich denke, die grundsätzliche Botschaft ist, dass sich unsere Pläne nicht ändern.»

Dax findet keine klare Richtung

Frankfurt/Main (dpa) - Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag nach Konjunktur- und Inflationsdaten keine klare Richtung gefunden. Der Dax schwankte zwischen moderaten Gewinnen und Verlusten, nachdem am Morgen zunächst Sorgen über die chinesischen Wirtschaft belastet hatten. Am frühen Nachmittag trat der deutsche Leitindex dann mit minus 0,02 Prozent bei 9655 Punkten auf der Stelle. Für den MDax ging es dagegen um 0,23 Prozent auf 16 866 Punkte nach oben, und der TecDax stieg um 0,21 Prozent auf 1268 Punkte. Der Kurs des Euro zog an. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3735 (Freitag: 1,3707) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7281 (0,7296) Euro.