weather-image
15°

dpa-Nachrichtenüberblick Wirtschaft

Barclays streicht Tausende Stellen und erhöht gleichzeitig Boni

London (dpa) - Die britische Großbank Barclays streicht in den kommenden Monaten bis zu 12 000 Stellen - und hat gleichzeitig eine Erhöhung der Boni-Zahlungen um 10 Prozent bekanntgegeben. Allein rund 7000 Mitarbeiter sollen in Großbritannien ihren Job verlieren, wie die Bank am Dienstag in London mitteilte. Bei etwa 400 davon handle es sich um Manager-Positionen im Investmentbank-Geschäft. Insgesamt hat die Bank derzeit 140 000 Mitarbeiter. Bereits vergangenes Jahr hatte Barclays mehr als 7600 Stellen gekürzt. Die Boni-Zahlungen im Jahr 2013 wuchsen um 10 Prozent auf 2,38 Milliarden Pfund.

Porsche startet Macan-Produktion in Leipzig

Leipzig (dpa) - Der Autobauer Porsche hat am Dienstag seine neue Macan-Fabrik in Leipzig eröffnet. In die Erweiterung des ostdeutschen Standortes flossen nach Unternehmensangaben 500 Millionen Euro, 1500 neue Jobs entstanden. Jährlich sollen in Leipzig nach bisherigen Planungen 50 000 Exemplare des kleinen Geländewagens Macan vom Band rollen. Bisher wurden in Sachsen auch der große SUV Cayenne und die Sportlimousine Panamera montiert. Porsche verkaufte 2013 insgesamt 162 000 Fahrzeuge. Vor allem in den USA und in China boomte die Nachfrage nach der deutschen Edel-Marke.

Deutscher Biomarkt knackt Marke von 7,5 Milliarden Euro

Nürnberg (dpa) - Der Bio-Markt in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf 7,55 Milliarden Euro gewachsen. «Die Nachfrage der Verbraucher nach Bio-Lebensmitteln wächst stetig. Und das Potenzial ist noch lange nicht ausgeschöpft», sagte der Geschäftsführer des Bunds Ökologische Lebensmittelwirtschaft, Stefan Zwoll, im Vorfeld der Öko-Messe Biofach am Dienstag in Nürnberg. Der Umsatz mit Bio-Lebensmitteln und Bio-Getränken stieg nach Berechnungen des Arbeitskreises Biomarkt 2013 um 7,2 Prozent. Die ökologisch bewirtschaftete Fläche wuchs dagegen nur um ein Prozent auf knapp 1,05 Millionen Hektar. Die Zahl der Bio-Betriebe legte um zwei Prozent auf fast 23 500 zu.

Metro will Online-Geschäft kräftig ausbauen

Düsseldorf (dpa) - Das Weihnachtsgeschäft in den Innenstädten hat die Erwartungen nicht erfüllt - jetzt will Deutschlands zweitgrößter Handelskonzern Metro im Internet noch einmal Gas geben. Bei den konzerneigenen Elektronikketten Media Markt und Saturn soll die Zahl der online angebotenen Produkte vervielfacht werden. Und auch die zur Metro gehörende Warenhauskette Kaufhof soll künftig einen viel größeren Teil ihres Umsatzes im Internet erwirtschaften, wie Konzernchef Olaf Koch am Dienstag ankündigte. Dafür will der Handelsriese noch einmal Millionen in die Hand nehmen.Neue Impulse kann der Konzern allerdings auch gut gebrauchen.

O2 stellt Weichen für E-Plus-Übernahme

München (dpa) - Das Management von Telefónica Deutschland (O2) sieht in der Übernahme des Mobilfunkers E-Plus eine große Chance - und sagt den verbleibenden Rivalen Deutsche Telekom und Vodafone den Kampf an. «Den Marktführern begegnen wir nun als gestärkter Wettbewerber auf Augenhöhe», sagte der neue Co-Chef von Telefónica Deutschland, Markus Haas, auf der außerordentlichen Hauptversammlung am Dienstag in München. Dort sollten die Aktionäre der deutschen Tochter des spanischen Telekomkonzern Telefónica die nötigen Kapitalmaßnahmen für die Übernahme genehmigen. Die Zustimmung galt als reine Formsache.

GM-Chefin darf sich auf 14,4 Millionen Dollar Gehalt freuen

Detroit (dpa) - Die seit Januar amtierende General-Motors-Chefin Mary Barra bekommt ein höheres Gehalt als ihr Vorgänger. Die Ingenieurin kann in diesem Jahr mit 14,4 Millionen Dollar (10,6 Mio Euro) rechnen, wie der Opel-Mutterkonzern am Montag in Detroit mitteilte. Vorgänger Dan Akerson hatte in den Vorjahren jeweils gut neun Millionen Dollar verdient.«Marys Gesamtgehalt ist auf Augenhöhe mit vergleichbaren Managern», erklärte der Verwaltungsratsvorsitzende Tim Solso. Er trat damit dem Eindruck entgegen, die erste Frau an der Spitze eines Autokonzerns bekomme deutlich weniger Geld als ihr männlicher Vorgänger.

Gericht entscheidet Ende Februar im Milliarden-Prozess gegen Apple

Mannheim (dpa) - Das Landgericht Mannheim wird Ende Februar entscheiden, ob die Handy-Hersteller Apple und HTC ein zentrales Mobilfunkpatent verletzt haben und deswegen Schadenersatz in Milliardenhöhe zahlen müssen. Nach einer vierstündigen Verhandlung zu einer Klage des Patentverwerters IPCom gegen Apple sagte der Vorsitzende Richter Holger Kircher, das Urteil werde am 28. Februar verkündet und damit am gleichen Tag wie die Entscheidung einer anderen Kammer des Landgerichts im Verfahren gegen HTC.

Windpark Riffgat geht mit Verspätung ans Netz

Borkum/Oldenburg (dpa) - Mit einem halben Jahr Verspätung soll an diesem Mittwoch der Offshore-Windpark Riffgat in der Nordsee ans Netz gehen. Die 30 Anlagen stehen seit Juli 15 Kilometer nordwestlich von Borkum, es fehlte jedoch der Anschluss des Seekabels. Statt Strom zu produzieren, mussten die Windräder mit Strom aus Dieselmotoren gekühlt werden. Der Netzbetreiber Tennet begründete die Verzögerung mit Munitionsfunden an der Kabeltrasse. Tennet und der Windparkbauer EWE hatten sich gegenseitig die Verantwortung für die Verzögerung zugeschoben. Die Mehrkosten von rund 100 Millionen Euro müssten die Verbraucher tragen, sagte eine Tennet-Sprecherin am Dienstag.

Koalition will noch 2014 mehr Verbraucherschutz auf Finanzmarkt

Berlin (dpa) - Nach der Insolvenz des Windparkfinanzierers Prokon will die Bundesregierung noch in diesem Jahr die Weichen für eine weitere Stärkung des Verbraucherschutzes stellen. Dabei geht es auch um strengere Vorgaben für den bisher wenig regulierten «grauen Kapitalmarkt» sowie um mehr Befugnisse für die oberste Finanzaufsicht Bafin. «Wir wollen 2014 die entscheidenden Aufschläge machen», hieß es am Dienstag in Regierungskreisen in Berlin. Das Justiz- und Verbraucherministerium sowie das Finanzministerium wollten die Probleme nicht auf die lange Bank schieben. Zur Stabilisierung der unter der Niedrigzinsphase leidendenLebensversicherer würden im März oder April Vorschläge gemacht. Nähere Angaben wurden nicht gemacht.

Immobilienbranche: Mieten steigen 2014 um drei Prozent

Berlin (dpa) - Die Neuvertragsmieten von Wohnungen in Deutschland steigen nach Einschätzung der Immobilienbranche in diesem Jahr im Schnitt um rund drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Anstieg der Mieten bleibe somit auf dem Niveau von 2013, teilte der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) am Dienstag in Berlin mit. Gründe seien unter anderem eine steigende Nachfrage und sinkende Leerstände. Eine Überhitzung des Immobilienmarktes sieht der Ausschuss nicht. «Es wird keine Preisblase geben», sagte ZIA-Präsident Andreas Mattner. Von Preissteigerungen sind insbesondere die Zentren der Großstädte betroffen. Spitzenreiter waren 2013 München und Berlin. Die Mieten in den ersten drei Quartalen 2013 lagen in München um 6,9 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. In Berlin waren es 6,6 Prozent.

Dax legt deutlich zu

Frankfurt/Main (dpa) - Nach der kleinen Pause am Vortag hat der Dax am Dienstag wieder kräftig Fahrt aufgenommen. Der deutsche Leitindex baute sein Plus auf 1,35 Prozent und 9415 Punkte aus. Damit knüpfte er wieder an den Erholungstrend vor dem Wochenende an. Für den MDax ging es um 0,69 Prozent hoch auf 16 505 Punkte, und der TecDax gewann 1,02 Prozent auf 1241 Punkte. Beim Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand ein Anstieg von 0,74 Prozent zu Buche. Am deutschen Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,34 Prozent am Vortag auf 1,36 Prozent. Der Kurs des Euro stieg. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3676 (Montag: 1,3638) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7312 (0,7332) Euro.