weather-image

dpa-Nachrichtenüberblick Sport

Sensation in Wimbledon: Nadal in erster Runde ausgeschieden

London (dpa) - Rafael Nadal ist völlig überraschend erstmals in seiner Karriere in der ersten Runde eines Grand-Slam-Turniers gescheitert. Der 27 Jahre alte Spanier verlor am Montag beim Rasenklassiker in Wimbledon gegen Steve Darcis 6:7 (4:7), 6:7 (8:10), 4:6. Der 29 Jahre alte Belgier ist die Nummer 135 der Tennis-Welt, Nadal wird nach seiner langen Verletzungspause an Position fünf geführt. Der Linkshänder hat allerdings seit seinem Comeback Anfang des Jahres sieben Turniersiege gefeiert, darunter zuletzt bei den French Open in Paris. 2012 war Nadal in Wimbledon in Runde zwei ausgeschieden und musste anschließend lange pausieren.

Anzeige

Petkovic zieht in Wimbledon in zweite Runde ein

London (dpa) - Andrea Petkovic ist beim Grand-Slam-Turnier der Tennisprofis in Wimbledon in die zweite Runde eingezogen. Die dank einer Wildcard im Hauptfeld gestartete Darmstädterin setzte sich zum Auftakt des Rasenklassikers in London am Montag mit 6:3, 6:2 gegen die Französin Pauline Parmentier durch. In der nächsten Runde trifft die 76. der Weltrangliste nun auf die an Position 17 gesetzte Sloane Stephens aus den USA. Auch die Qualifikanten Dustin Brown und Julian Reister zogen überraschend in die zweite Runde ein. Ausgeschieden sind dagegen Benjamin Becker, Tobias Kamke, Tatjana Maria und Bastian Knittel.

IOC will Fall Ullrich womöglich neu aufrollen

Berlin (dpa) - Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wird den Fall Jan Ullrich nach dessen Doping-Geständnis womöglich noch einmal aufrollen. «Wir werden alles noch einmal sorgfältig und akribisch prüfen», sagte DOSB-Präsident Thomas Bach in seiner Funktion als IOC-Vize der Zeitung «Welt» (Dienstag) mit Blick auf Ullrichs Gold- und Silbermedaille bei den Spielen 2000 in Sydney. Die Erfolgsaussichten sind aber wohl eher gering. Ullrich hatte im Nachrichtenmagazin «Focus» erstmals Blutdoping beim spanischen Skandalarzt Eufemiano Fuentes zugegeben.

HSV verpflichtet Kameruner Stürmer Zoua

Hamburg (dpa) - Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat den Kameruner Jacques Zoua verpflichtet. Das teilte der Verein am Montag mit. Der 21 Jahre alte Stürmer kommt vom Schweizer Meister FC Basel und erhält einen Dreijahresvertrag. Die Ablösesumme soll unter einer Million Euro liegen. Beim FC Basel kam der Stürmer in der vergangenen Saison in 24 Spielen zumeist nur zu Kurzeinsätzen und erzielte ein Tor. Bei den Schweizern stand er seit 2009 unter Vertrag. Seither kennt ihn HSV-Trainer Thorsten Fink, damals Coach des FC Basel.

Nationalspielerin Kim Kulig wird erneut am Knie operiert

Frankfurt/Main (dpa) - Fußball-Nationalspielerin Kim Kulig muss sich an diesem Dienstag erneut einer Operation am rechten Knie unterziehen. Der Eingriff bei der Mittelfeldspielerin des Bundesligisten 1. FFC Frankfurt wird wegen eines Meniskusschadens notwendig und vom langjährigen Teamarzt der DFB-Auswahl, Bernd Lasarzewski, in der Sportklinik Hellersen durchgeführt. Kulig hatte wegen der Verletzung ihre Teilnahme an der Europameisterschaft vom 10. bis 28. Juli in Schweden absagen müssen. Die 23-Jährige hatte bereits bei der WM 2011 einen Kreuzbandriss erlitten und danach fast ein Jahr pausiert.

Ariane Friedrichs Knieproblem «scheinbar nicht so schlimm»

Frankfurt/Main (dpa) - Hochspringerin Ariane Friedrich muss die Saison wohl doch noch nicht ganz abschreiben. Nach einer Kernspintomografie ihres lädierten linken Knies in Erfurt gab Trainer Günter Eisinger leichte Entwarnung. «Die Untersuchung hat ergeben, dass es scheinbar nicht so schlimm ist», sagte Eisinger. Eine genaue Diagnose konnten die Ärzte noch nicht stellen, weitere Untersuchungen seien geplant. Ihren Titel bei den nationalen Meisterschaften am ersten Juli-Wochenende wird die deutsche Rekordhalterin von der LG Eintracht Frankfurt aber «eher nicht» verteidigen können. Damit rückt auch ein WM-Start im August in Moskau in weite Ferne.

Confed-Cup-Aus für Balotelli - Verletzt zurück nach Italien

Fortaleza (dpa) - Für Italiens Stürmerstar Mario Balotelli ist der Confederations Cup in Brasilien vorbei. Wegen einer Verletzung am linken Oberschenkel wird der 22-Jährige zur Behandlung zurück nach Italien fliegen, wie lokale Medien am Montag unter Berufung auf das Ärzteteam der italienischen Fußball-Nationalmannschaft berichteten. Der Angreifer vom AC Mailand hatte sich die Verletzung am Samstag bei der 2:4-Niederlage im letzten Gruppenspiel gegen Gastgeber Brasilien zugezogen. Italien steht im Halbfinale des Confed-Cups und tritt am Donnerstag in Fortaleza gegen Welt- und Europameister Spanien an.

FIFA geht in Offensive: Kritik an WM-Organisation nicht gerecht

Rio de Janeiro (dpa) - Nach den Massenprotesten gegen Korruption in Brasilien hat die FIFA Kritik an der Organisation des laufenden Confed Cups und der Fußball-WM 2014 energisch zurückgewiesen. «Es besteht der Eindruck: 'Wir kommen ins Land, wir genießen das Land und verlassen es mit vollen Taschen'. Das ist nicht so», sagte FIFA-Generalsekretär Jérôme Valcke bei einer Pressekonferenz am Montag in Rio de Janeiro. Als Beleg führte der Franzose mehrere Beispiele aus verschiedenen Wirtschaftsbereichen an, durch die Tausende Jobs in Brasilien dank der Fußballturniere geschaffen würden.

Torrekord bei Confederations Cup schon nach Gruppenspielen

Rio de Janeiro (dpa) - Beim Testlauf für die Fußball-WM in Brasilien hat es einen Torrekord gegeben. Schon in den zwölf Gruppenspielen beim Confederations Cup fielen 58 Treffer. Damit wurde die Bestmarke vom Turnier in Deutschland 2005 von 56 Toren bereits vor den noch ausstehenden vier K.o.-Spielen übertroffen. Der Schnitt von 4,83 Toren pro Spiel wurde bislang noch nie erreicht. Selbst wenn man die 24 Gegentreffer der Amateure aus Tahiti abzieht, wäre der Durchschnitt von 2,83 Toren pro Spiel immer noch höher als bei den Turnieren 2009 in Südafrika (2,75), 2003 in Frankreich (2,31) oder 2001 in Japan/Südkorea (1,94).

Dante: «Die Seleção ist ein Spiegelbild der Proteste im Land»

Salvador (dpa) - Für Bayern-Profi Dante ist Brasiliens Fußball-Nationalmannschaft Sinnbild der Proteste in seiner Heimat. «Die Entwicklung der Seleção ist in gewisser Weise ein Spiegelbild der aktuellen Entwicklungen im Land. Sie gehen beide einher und sind noch lange nicht abgeschlossen», sagte der 29-jährige Abwehrspieler in einem Interview der Nachrichtenagentur dpa in seiner Heimatstadt Salvador da Bahia angesichts der vielen Demonstrationen. «Es ist schön, dass wir Spieler dazu beitragen können, den Leuten mit unserem Spiel Freude zu schenken. Wenn wir siegen, ist das eine Form der Unterstützung.»