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Doppelt abstimmen macht Ärger

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Juan Guaidó
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Im Land Venezuela durften manche Politiker nicht ins Parlamentsgebäude. Deshalb hielten sie eine Wahl an einem anderen Ort ab. Foto: Andrea Hernandez Briceño/AP/dpa Foto: dpa

Stell dir vor, ihr wollt in der Schule einen neuen Klassensprecher oder eine Sprecherin wählen. Zwei Leute bewerben sich dafür. Aber dann stellt sich jemand vor die Tür und lässt einige aus der Klasse nicht rein. So können diese Kinder nicht mit abstimmen.


So etwas Ähnliches ist gerade im Land Venezuela in Südamerika passiert. Das war aber nicht in einer Schule, sondern im Parlament. Politiker einer bestimmten Gruppe kamen nicht zur Wahl des Parlamentspräsidenten ins Gebäude. Unter ihnen war auch der bisherige Präsident Juan Guaidó. Die übrigen Politiker im Gebäude wählten dann den anderen Kandidaten. Später wählten dann Abgeordnete, die nicht reinkamen, in einem anderen Gebäude Juan Guaidó.

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Deshalb nennen sich jetzt zwei Politiker jeweils Präsident des Parlaments. Wie es weitergehen soll, ist nicht so richtig klar. Juan Guaidó findet, dass an der schwierigen Lage der Regierungschef schuld ist. Er fordert, dass dieser sein Amt aufgibt. Politiker etwa aus Europa unterstützen Juan Guaidó darin. Sie finden auch, dass er nun weiter der Präsident des Parlaments ist.