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Diese Schere hat mit Geld zu tun

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Schere
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Mit der Schere zwischen Arm und Reich kann man nichts schneiden. Foto: Philipp Brandstädter/dpa Foto: dpa

Manche Leute arbeiten ihr ganzes Leben lang. Aber reich werden sie dabei nicht. Andere Menschen häufen viel Geld an.


Zum Beispiel, indem sie Häuser oder Aktien kaufen. Aktien sind kleine Anteile einer Firma, die man erwerben kann.

Von dem Unterschied zwischen armen und reichen Leuten ist häufig die Rede. Fachleute sprechen dann von sozialer Ungerechtigkeit. Oder sie benutzen ein bestimmtes Bild zum Vergleich: die Schere. Was hat das zu bedeuten?

Bei einer geschlossenen Schere liegen zwei Klingen aufeinander. Öffnet man die Schere, vergrößert sich der Abstand der Klingen. Es entfernen sich also zwei Dinge voneinander, die eigentlich zusammengehören. Das passt auch zum Thema Arm und Reich. Zum Beispiel, wenn in einem Land eine Gruppe Menschen immer reicher wird und die andere Gruppe immer ärmer. Man sagt dann: Die Schere zwischen Arm und Reich geht auseinander.

Aber stimmt das überhaupt? Gerade haben Forscher das Vermögen der Deutschen berechnet. Sie zählten etwa Häuser, Aktien, Gold, Schmuck und das Geld auf dem Sparkonto zusammen. Dabei fanden sie heraus: Der Unterschied zwischen Arm und Reich ist zwar groß. Geändert hat sich daran in den letzten Jahren aber wenig. Die Schere ist also geöffnet, aber die Klingen sind nicht noch weiter auseinander gegangen.

»Zu den ärmeren Leuten gehören eher die jungen Menschen«, erklärt der Experte Markus Grabka. »Sie sind noch in der Ausbildung, haben wahrscheinlich noch kein Geld geerbt und hatten keine Zeit zum Sparen.« Und die Reichen? »Das sind eher ältere Menschen, die bereits gespart haben, Häuser kaufen konnten und etwa mit Aktien oder Mieten noch mehr Geld verdienen.«

Markus Grabka sagt: Ob jemand mehr oder weniger Vermögen hat, liege vor allem daran, ob jemand ein eigenes Haus hat. Deshalb meint der Experte: Würde der Staat den jüngeren Menschen helfen, Geld zu sparen und ein Haus zu kaufen, würde sich die Schere zwischen Arm und Reich allmählich schließen.

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