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Die WM-Favoriten im Formcheck

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Trainerwechsel
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Spanien ist durch den Trainerwechsel zu Fernando Hierro schwierig einzuschätzen. Foto: Manu Fernandez/AP Foto: dpa

Bei Titelverteidiger Deutschland gab es zuletzt noch reichlich Defizite, beim Turnierfavoriten Spanien aufgrund des plötzlichen Trainerwechsels viel Unruhe. Dagegen liegen die anderen Titelaspiranten im Soll.


Moskau (dpa) - In welcher Form starten die WM-Favoriten in das Turnier? Die Deutsche Presse-Agentur gibt einen Überblick.

Deutschland: Das Positive: Alle 23 Spieler sind fit. Auch die Weltmeister Jérôme Boateng und Mesut Özil haben ihre Blessuren überwunden, Manuel Neuer ist rechtzeitig zurück. Zuletzt aber gab es in den Tests gegen Österreich (1:2) und Saudi-Arabien (2:1) noch reichlich Defizite. Vor allem die Anfälligkeit in der Defensive überraschte. Boateng fehlte noch die Abgeklärtheit, Jonas Hector wackelte. Als positiv sieht Bundestrainer Joachim Löw die Möglichkeiten, die sich mit dem agilen WM-Neuling Marco Reus eröffnen.

Spanien: Hinter der Verfassung des WM-Favoriten steht nach dem Chaostag von Krasnodar ein ganz dickes Fragezeichen. Die Mannschaft um Kapitän Sergio Ramos wollte die Blitz-Trennung von Trainer Julen Lopetegui verhindern. Nun muss es der bisherige Sportdirektor Fernando Hierro als Interimscoach richten zum schweren Auftakt gegen Europameister Portugal. Der im Champions-Legaue-Finale verletzte Außenverteidiger Daniel Carvajal wird wohl noch fehlen. Alternativen sind Real-Kollege Nacho und Alvaro Odriozola von Real San Sebastián.

Brasilien: Brasilien ist bereit für die WM. Mit zwei souveränen Testspielerfolgen gegen Kroatien (2:0) und in Österreich (3:0) hat sich die Seleção für das Turnier eingestimmt. Auch Superstar Neymar kommt immer besser in Form und glänzte in beiden Tests mit herrlichen Treffern. Rechtzeitig zum WM-Auftakt der Brasilianer am Sonntag gegen die Schweiz sollte der teuerste Spieler der Welt nach seiner langen Verletzungspause endgültig wieder in Topform sein.

Frankreich: Der letzte Test war beim 1:1 gegen die USA wenig berauschend, ansonsten lief die Vorbereitung wunschgemäß. Insbesondere der Sieg gegen Italien (3:1) machte Hoffnung. Personell kann Trainer Didier Deschamps wohl auf seine beste Elf setzen. Auch Jungstar Kylian Mbappé dürfte nach seiner Knöchelverletzung am Dienstag zur Verfügung stehen. Für ein wenig Unruhe sorgten die diversen Transferspekulationen um Nabil Fekir, Antoine Griezmann und Thomas Lemar.

Argentinien: Die wichtigste Nachricht vorneweg: Messi ist fit, bereit und voller Tatendrang. All das muss er auch sein, wenn er sich und seine Generation noch zum WM-Triumph führen will. Gerätselt wird, wie Dauer-Umsteller Jorge Sampaoli die Mannschaft aufstellt. Als gesichert gilt, dass Messi in der Offensive mit Kumpel und Zimmergenosse Sergio Agüero spielt und Wilfredo Caballero im Tor mit 36 Jahren sein WM-Debüt feiern wird. Leicht wird es aber trotzdem nicht für Messi, die WM-Generalprobe gegen Haiti (4:0) mit seinem Dreierpack war nicht mehr als ein Stimmungsaufheller. Der Auftakt gegen Island hat es in sich.

Portugal: Sie sind seit neun WM- und EM-Spielen unbezwungen. Nun wollen sich Cristiano Ronaldo und seine Teamkollegen auch vom Chaos bei Auftaktgegner Spanien nicht in die Irre führen lassen. Im WM-Quartier vor den Toren von Moskau herrschte vor der Reise nach Sotschi eine entspannte Atmosphäre. Aber jeder weiß: Letztlich hängt wie bei den Argentiniern von Messi beim Europameister alles von Ronaldo ab. Und der will und braucht den WM-Titel, um seine Karriere abzurunden.

Belgien: Die Red Devils sind für die WM gerüstet. Gegen Ägypten (3:0) und Costa Rica (4:1) gelangen zuletzt beeindruckende Siege in der Vorbereitung. Das Team ist eingespielt und hat vor allem in der Offensive ein schier unendliches Potenzial. Schlüsselspieler sind Spielmacher Kevin de Bruyne sowie Kapitän Eden Hazard, der auf dem Flügel spielt. In einer Gruppe mit Panama und Tunesien sollte der Sprung in die K.o.-Runde klar gelingen. Mit Trainer Roberto Martínez wirkt Belgien gefestigter als 2014 und 2016.

England: Kurz vor dem Turnier zeigten die Three Lions im letzten Test gegen Costa Rica (2:0) eine ansehnliche Leistung. Torschütze Marcus Rashford zog sich vor dem Abflug nach Russland eine leichte Blessur zu und wurde im ersten Training am Mittwoch vorsichtshalber noch geschont. Davon abgesehen sind alle Spieler fit. In den Tagen vor der WM war oft zu hören, dass das Turnier für das jugendliche und unerfahrene Team von Gareth Southgate zu früh kommt. Trotzdem ist die Hoffnung groß, dass England, das bei der WM 2014 in Gruppenphase als Letzter mit nur einem Punkt ausschied, dieses Mal weiter kommt.

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