weather-image

Die Weltspitze ist noch ein Stück entfernt

5.0
5.0
Bildtext einblenden
Katrin Hirtl-Stanggaßinger vom WSV Königssee darf man wohl als »Aufsteigerin des Jahres« bezeichnen. Die 16-jährige Alpinhoffnung des Deutschen Skiverbandes behauptete sich in ihrem ersten internationalen Jahr gleich prächtig und lässt für die Zukunft hoffen. (Foto: Wechslinger)

Berchtesgadener Land – Der Weg an die Weltspitze dürfte in kaum einer Sportart so schwer sein wie im alpinen Skilauf. Ein Alpiner kämpft auf seinem Weg an die Spitze gegen zirka 10 000 erfasste Rennläufer auf der ganzen Welt. Dabei ist es gar nicht nötig, dass ein Alpiner gegen Gegner von einem anderen Kontinent im direkten Vergleich antritt. Durch einen Umrechnungsmodus von FIS-Punkten besteht auf der ganzen Welt ein durchlässiges System, das exakt den Stand weltweit ermittelt. Die diesjährige Punkteliste weist auf, dass viele Aktive aus dem Chiemgau und dem Berchtesgadener Land etwas zurückgefallen sind, andere sich jedoch teilweise gehörig verbessert haben. Bei manchen drückt sich in der Weltrangliste auch der Wechsel in eine andere Disziplin aus. Verletzungen einiger Aktiver verhinderten Verbesserungen in der Weltrangliste.


Die besten Platzierungen der Chiemgauer in der Weltrangliste weisen Veronique Hronek vom SV Unterwössen mit Platz 20 in der Superkombination und Peppi Ferstl mit Rang 29 in der Abfahrt auf. Die Statistik zeigt jedoch auch deutlich auf, wie lang, schwierig und aufwendig der Weg eines Skisportlers bis zur absoluten Weltspitze ist. Die Spitze erreichen ohnehin nur sehr wenige.

Anzeige

Bei den heimischen Damen liegt Simona Hösl vom SKB mit dem 59. Platz in der Weltrangliste Riesenslalom am besten. Im Super G nimmt sie Platz 82 ein. In den Disziplinen Super Kombination, Abfahrt und Slalom rangiert Hösl auf den Rängen 126, 160 und 175.

Patrizia Dorsch rangiert in der Super Kombination auf Rang 91. In den weiteren Disziplinen platzierte sich Dorsch auf Rängen zwischen 107 (Abfahrt) und 334 (Slalom).

Katrin Hirtl-Stanggaßinger vom WSV Königssee erreichte in ihrer ersten internationalen Saison Plätze zwischen 208 (Super G) und 492 (Slalom). Christophorusschülerin Lena Fröhlich vom SC Feldberg-Bärental hält sich auf den Rängen 253 (Super Kombination) bis 1 219 (Riesenslalom).

Erfolgreiche Skirennläufer

Bei den Herren nimmt Klaus Brandner vom WSV Königssee als die Nummer 45 im Super G die beste Platzierung der sechs aus Berchtesgaden international eingesetzten Skirennläufer ein. In der Abfahrt rangiert Brandner an der 81. Stelle, im Super G auf Rang 111. Dominik Schwaiger vom WSV Königssee rangiert in seiner Paradedisziplin Riesenslalom auf Platz 73. Er bestritt jedoch auch einige Speedkonkurrenzen und kam dabei auf die Plätze 183 (Abfahrt), 189 (Superkombination) und 234 (Super G).

Drittbester Berchtesgadener ist derzeit Christof Brandner vom WSV Königssee, der in der Abfahrt mit Platz 93 eine zweistellige Platzierung aufweist. In den weiteren Disziplinen rangiert Brandner auf Plätzen zwischen 157 (Super Kombination) und 662 (Riesenslalom). Brandner bestritt jedoch über einen Monat lang wegen einer Verletzung keine Rennen und verpasste somit weitaus bessere Platzierungen.

Etwas hinter seinen Möglichkeiten blieb auch aufgrund einer langen Verletzungspause Christian Gruber vom WSV Bischofswiesen. Grubers beste Platzierung kam mit Platz 255 im Riesenslalom zustande. In den weiteren Sparten platzierte er sich auf Plätzen zwischen 350 (Slalom) und 1 702 (Abfahrt).

Philipp Porwol vom WSV Bischofswiesen scheint in der Abfahrtswertung an der 256. Stelle auf. Ferdinand Dorsch vom SC Schellenberg blickt auf seine erste Saison im internationalen Geschäft zurück und platzierte sich dabei von der 574. (Abfahrt) bis zur 1 147. (Slalom) Position.

Weniger Konkurrenz

In den weiteren Skisportarten gibt es weit weniger Konkurrenten. So scheint Snowboarder Alexander Bergmann vom WSV Bischofswiesen im Worldranking an der neunten Stelle auf. Anke Karstens vom WSV Bischofswiesen rangiert nach einer schlechteren Saison auf Platz 14. Ramona Hofmeister laboriert an einer Rückenverletzung, verbesserte sich aber dennoch auf Platz 34. Knapp dahinter kam Vereinskameradin Melanie Hochreiter an die 37. Stelle. Carolin Langenhorst vom WSV Bischofswiesen platzierte sich auf Rang 49 und Barbara Müller vom WSV Königssee ist die Nummer 129 weltweit. Schließlich nimmt Daniel Weis vom WSV Bischofswiesen den 38. Platz ein.

Margreth Aschauer vom WSV Königssee vertritt als einzige Berchtesgadenerin den Freestylebereich Skicross, wo sie sich an der 22. Stelle behauptete. Der Nordisch Kombinierte Wolfgang Bösl vom SK Berchtesgaden rangiert auf Platz 49, Skispringer Daniel Wenig vom SKB flog an die 52. Stelle. Christian Wechslinger

- Anzeige -