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Die schönsten italienischen Popsongs

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Für allerbeste Stimmung sorgten die temperamentvollen Sänger (von links) Richie Necker, Rocky Verardo und Gianni Carrera. (Foto: Heel)

Wer kennt und liebt sie nicht, die wunderschönen italienischen Popsongs, die so sehr nach Urlaub klingen, nach Meer, Romantik, Liebe und Freiheit, interpretiert von Eros Ramazzotti, Zucchero, Adriano Celentano, Al Bano & Romina Power oder Lucio Dalla, um nur ein paar zu nennen.


Diese unvergessenen Hits in geballter Ladung auf die Bühne zu bringen, ist das Geschäft der »zuckersüßen Herren«, die damit seit Anfang 2002 unterwegs sind und bislang über 800 Shows absolviert haben, häufig im Open-Air-Bereich, aber auch in Konzerthäusern und auf Galas. Entsprechend erfolgreich verlief auch ihr Auftritt im Saal des Traunreuter k1 vor zwar eher kleinem, aber ungemein begeisterungsfähigem Publikum.

Als Einstieg wählten sie mit Antonello Vendittis »Buona Domenica« allerdings ein eher trauriges Lied, in dem Venditti die Degradierung des Sonntags (und eigentlich jedes Feiertags) beschreibt. Doch schon beim folgenden Adriano-Celentano-Medley mit »Azzurro« und »Una Festa Sui Prati« genügten ein paar Takte, und schon klatschten, sangen (und tanzten) die Zuschauer mit. Aber auch Zeit zum Träumen fand sich, etwa bei Eros Ramazzottis »Adesso Tu«, bevor mit Lucio Dallas »Caruso«, einer Hommage an den berühmten italienischen Opernsänger Enrico Caruso, der erste Set zu Ende ging.

Ein Vergnügen, zu dem neben der Qualität der Hits natürlich auch die sechs Musiker entscheidend beitrugen, allen voran die Sänger Rocky Verardo und Gianni Carrera, die mit ihren so kraftvollen wie wandlungsfähigen Stimmen beeindruckten und nebenher jede Menge südländischem Charme versprühten. Aufgewachsen im tiefsten Süden Italiens, dem Salento, hatte sich Rocky im Jahr 2000 entschieden, nach Deutschland zu gehen und hier sein Glück zu suchen. Er fand es in der Musik und der Liebe und lebt mittlerweile mit seiner Familie in Bayern. Gianni kommt aus Luzzi in Kalabrien, hat in Cosenza Musik studiert und lebt ebenfalls seit 2000 in Deutschland. Ein charismatischer Vollblutmusiker, der auch selbst Gitarren baut. Der dritte Frontmann ist der aus Amberg/Oberpfalz stammende Richie Necker, der bereits mit 11 Jahren seine erste Rockband gegründet hat und dafür sorgte, dass der Musik von »I Dolci Signori« die nötige Portion Rock’n’Roll nicht fehlte.

Unterstützt von drei Spitzenmusikern an Bass, Keyboard und Drums, ging somit auch der zweite Set mit Titeln wie »Susanna«, »Che Sera« oder »Gloria« perfekt über die Bühne und ließ die Herzen der Fans höher schlagen. Kurzum, ein italienischer (Pop)Abend wie aus dem Bilderbuch. Wolfgang Schweiger