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Die neue Seidenstraße

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Peking (dpa) - Tausende von Kilometern ist diese Bahnstrecke lang. Sie führt vom großen Land China über die Länder Kasachstan, Russland und Polen auch bis in die Stadt Duisburg nach Deutschland. Züge transportieren darauf Waren hin und her. Die lange Strecke ist Teil eines großen Netzes von Handelsrouten, die das Land China mit Ländern in Asien, Europa und Afrika verbindet.


Das riesige Routen-Netzwerk wird neue Seidenstraße genannt. Auf diesen Routen werden Waren mit Zügen, Schiffen und Lastwagen transportiert. Und das Netzwerk soll noch größer werden, wenn es nach dem Land China geht.

China hat bereits viel Geld in die neue Seidenstraße gesteckt. Im Land selbst wurde der Verkehr auf Straßen, mit Zügen, Schiffen und Flugzeugen gefördert. Aber vor allem in anderen Ländern half China beim Bau von Schienen und Straßen, Häfen und Flughäfen. Auch für Windenergie-Anlagen und Energie-Kraftwerke gibt China Geld, erklärt der China-Experte Mikko Huotari.

Warum macht das Land das? »China will, dass Unternehmen aus dem eigenen Land davon profitieren«, sagt er. Die meisten Seidenstraße-Aufträge im Ausland gehen nämlich an chinesische Unternehmen. Und die verdienen daran.

Es gibt aber noch einen weiteren Punkt: politischer Einfluss. Wenn China in anderen Ländern solche großen Projekte bezahlt, könnten die Politiker dort eher auf Chinas Wünsche hören, sagt der Experte.

Viele Länder finden diesen großen Einfluss Chinas nicht gut. Auch Deutschland nicht. Diese Länder kritisieren zudem, dass chinesische Unternehmen nicht immer die Regeln einhalten. Dazu gehört zum Beispiel, ob auf den Baustellen auf den Schutz der Umwelt geachtet wird und auf den Schutz der Arbeiter.

Auch um diese Punkte ging es am Freitag und Samstag bei einem großen Treffen in China, an dem Vertreter aus mehr als 100 Ländern teilnahmen. Der Präsident von China versprach dabei: Wir nehmen die Kritik ernst und wollen Dinge ändern.

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