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Die nächste harte Nuss geknackt

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Laufen - Schon im letzten Jahr noch unter Trainer Kurt Wiebach zeigte der SV Laufen, dass die Mannschaft mehr kann, als es der Tabellenplatz damals ausdrückte. Die Salzachstädter haben sich weiter- entwickelt und der SG Schönau gehörig zugesetzt. Dennoch gingen die technisch versierteren Schönauer nach einem torreichen Spiel als verdiente Sieger vom Platz. Damit rangiert die SG Schönau nach fünf Spieltagen punktgleich mit der Überraschungsmannschaft des SC Anger an der Tabellenspitze.


Die SG Schönau begann an der Salzach sehr offensiv und druckvoll. Toni Hölzl setzte in der zehnten Minute zu einem seiner gefährlichen Freistöße an, der knapp das Tor verfehlt hat. Früh zeigte sich auch, wie wertvoll schon der junge Sebastian Wessels für das Schönauer Team ist. Stefan Graßl vergab nach klugem Zuspiel von Wessels denkbar knapp. Die Platzherren versuchten sich zunächst in Weitschüssen, die kein Problem für Christoph Maier wurden, der für den verletzten Christian Renoth im Tor stand.

Gut eine halbe Stunde zeigte die Uhr von Schiedsrichter Siegfried Straßhofer vom TuS Traunreut, als sich Matthias Althaus vehement durchsetzte und Daniel Maier bediente. Der großartige Techniker nahm den Ball mit vollem Risiko volley und schon zappelte das Spielgerät hinter dem Laufener Schlussmann zum 1:0 in den Tormaschen. Nur drei Minuten später spielte Althaus auf Mittelstürmer Graßl, der cool zum 2:0 einschob (35.). Doch auch der SV Laufen war noch im Spiel und die Schönauer durften sich bei ihrem starken Schlussmann Maier bedanken, dass sie mit 2:0 in die Pause gehen konnten.

Ob es die Halbzeitansprache des Laufener Trainers, taktische Varianten des Gegners oder andere Umstände waren, die Schönauer verloren zu Beginn der zweiten Spielhälfte etwas den Faden und so kam der SV Laufen immer mehr auf. Dass es jedoch ein Eigentor sein sollte, das die Salzachstädter auf 1:2 verkürzen ließ, war natürlich auch Pech für die Gäste, die jedoch zwei Minuten nach dem Laufener Anschlusstreffer auch noch den Ausgleich hinzunehmen hatten.

Doch ohne einen Vorwurf an den Eigentorschützen oder sich über das unnötige 2:2 durch Siegel zu unterhalten, steckte die Mannschaft den Umstand weg und machte da weiter, wo sie in der ersten Hälfte aufgehört hatte: »Die Mannschaft besitzt unglaublich viel Charakter, das macht sie so stark und unberechenbar«, erklärte der Schönauer Trainer Alfons Aschauer nach einem Spiel, das nichts für schwache Nerven war.

Bezeichnenderweise war es Wessels, der seine Farben nach einer Stunde wieder in Führung schoss. Nach einer Balleroberung schloss der wohl beste Akteur auf dem Platz einen Alleingang mit einem Schuss aus gut und gerne 20 Metern zum 3:2 erfolgreich ab. Danach neutralisierten sich die beiden kampfstarken Mannschaften, ehe Laufen zu einer weiteren Möglichkeit kam (72.). Drei Minuten später mussten die Schönauer wieder ein vermeidbares Tor hinnehmen.

Nach einem Foulspiel im Strafraum erkannte der Unparteiische auf Elfmeter, Hollinger verwandelte sicher und ließ Maier auch beim dritten Gegentreffer keine Abwehrchance. Kurz darauf zischte ein Kopfstoß eines Laufeners knapp über das Schönauer Tor (77.). Dann jedoch machten die Schönauer den Sack in Laufen endgültig zu. Dem Siegtreffer zum 4:3 (85.) ging wieder eine gelungene Aktion von Wessels voraus, der seinen Mitspieler Althaus ideal bediente. Althaus gab Vollgas und drosch das »Leder« an Schlussmann Höglauer vorbei ins Tor. In der Schlussminute forderten die Platzherren bei einem angeblichen Handspiel eines Schönauers Elfmeter, doch noch einmal wollte sich Schiedsrichter Straßhofer wohl nicht irren.

Schönaus Trainer Alfons Aschauer war nach dem aufregenden Match für sein gesamtes Team voll des Lobes: »Trotz viel Kampf zeigten beide Mannschaften auch guten Fußball. Ein Sonderlob verdiente sich heute unsere Offensivabteilung«, erklärte ein sichtlich erleichterter Trainer nach einem harten Stück Arbeit.

SG Schönau: Christoph Maier, Stefan Hölzlwimmer, Tobias Fegg, Andreas Angerer, Korbinian Burger, Sebastian Wessels, Matthias Althaus, Kapitän Andreas Fernsebner, Stefan Graßl, Daniel Maier, Anton Hölzl, Stefan Hasenknopf, Mario Kirchhoff, Jonas Rolf. cw