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»Die Meistersinger von Nürnberg« im Fokus

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Der junge Mariss Jansons als Assistent von Herbert von Karajan. (Foto: Osterfestspiele)

Es ist wieder so weit: Die Sächsische Staatskapelle Dresden und ihr Chefdirigent Christian Thielemann, der am 1. April 2019 seinen 60. Geburtstag feierte, geben an der Salzach vom 13. bis 22. April den Ton an.


Das zentrale Werk dieser Osterfestspiele sind »Die Meistersinger von Nürnberg«. Diese Oper von Richard Wagner erlebt damit erst die zweite Neuproduktion im österlichen Salzburg. 1975 war es Herbert von Karajan, der sie erstmals auf das Osterprogramm setzte und in der Salzburger Festspielgeschichte ist es insgesamt erst die vierte Inszenierung. Die Regie übernimmt der Opern- und Theaterregisseur Jens-Daniel Herzog. Mit Spannung wird das Debüt von Hans Zeppenfeld in der Rolle des Hans Sachs erwartet. Herausragendes verspricht auch die weitere Sängerbesetzung mit unter anderen Vitalij Kowaljow, Adrian Eröd, Klaus Florian Vogt, Genia Kühmeier und Christa Mayer.

Wie bereits zu Ostern 2018 bekanntgegeben, wird Mariss Jansons im Rahmen des von ihm dirigierten Orchesterkonzerts mit der Sächsischen Staatskapelle der von Eliette von Karajan gestiftete und mit 50 000 Euro dotierte Herbert-von- Karajan-Preis überreicht. Jansons dirigiert am 14. und 21. April Joseph Haydns Symphonie Nr. 100 G-Dur (»Militärsinfonie«) und Gustav Mahlers Vierte Symphonie G-Dur mit der Schweizer Sopranistin Regula Mühlemann als Solistin. Jansons wurde 1968 von Karajan zu einem Meisterkurs eingeladen und war 1971 Preisträger des Internationalen Karajan-Dirigentenwettbewerbs. »Für mich persönlich ist es eine ganz große Freude und Ehre, dieses Jahr ebenfalls an den Osterfestspielen teilzunehmen und den Herbert-von-Karajan-Preis verliehen zu bekommen«, sagt Mariss Jansons.

Der Geiger Frank Peter Zimmermann wird in den Orchesterkonzerten am 15. und 20. April mit Thielemann am Pult das e-Moll-Violinkonzert von Felix Mendelssohn Bartholdy spielen, außerdem ist er als Geiger und Dirigent im »Konzert für Salzburg« am 18. April zu erleben, zusammen mit seinem Sohn Serge Zimmermann und dem Bratscher Antoine Tamestit. Auf dem Programm: Violinkonzerte von Johann Sebastian Bach und Wolfgang Amadeus Mozarts »Sinfonia concertante«. Das Chorkonzert unter der Leitung von Christoph Eschenbach widmet sich Antonín Dvoráks »Stabat Mater«. Es singen Venera Gimadieva, Elisabeth Kulman, Pavol Breslik und René Pape. Den Chorpart gestaltet der Chor des Bayerischen Rundfunks.

Zur Uraufführung gelangt am 16. und 17. April die Kammeroper »Thérèse« von Philipp Maintz, ein Auftragswerk der Osterfestspiele und der Staatsoper Hamburg, mit der es koproduziert wird. Das Musiktheaterstück fußt auf dem Roman »Thérèse Raquin« sowie dem gleichnamigen Theaterstück von Émile Zola. Die Kammerkonzerte am 16. und 20. April bringen Werke von Franz Schubert, Arnold Schönberg und Ludwig van Beethoven. Als prominenter Sprecher bei Schönbergs »Ode to Napoleon Buonaparte« wurde Tobias Moretti gewonnen. Zu zwei Vortragsmatineen zum Opernthema der »Meistersinger« laden Christoph Wagner -Trenkwitz und Jürgen Kesting.

Karten gibt es online unter www.osterfestspiele-salzburg.at, per E-Mail unter karten@ofs-sbg.at und unter 0043/662/8045361. Elisabeth Aumiller