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Die Jugend macht sich schlau

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Vom Einzelhandelskaufmann bis zum Filialleiter – wie schaffe ich das?

Berchtesgaden – Gelungener Einblick in die Strukturen des Berufs- und Ausbildungswesens: Der 7. Informationstag »Beruf & Studium – Treffpunkt Ausbildung« des Jugend-Treff.5 Fördervereins am Samstag im AlpenCongress Berchtesgaden war erneut ein Volltreffer.


Viele Jugendliche nahmen das Informationsangebot an, um zukunftsorientiert planen zu können. 100 Informationsstände verschiedener Firmen und Universitäten boten Schulabgängern oder Bildungshungrigen Chancen, sich schlau zu machen. Aufgepeppt wurde das Programm mit diversen Workshops und es durfte auch mal Verschiedenes ausprobiert werden.

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Was vor sieben Jahren als Versuch mit elf Ständen begonnen hat, ist mittlerweile zur größten Berufsplattform im Berchtesgadener Land geworden. Auch Jobcenter und Bundesministerium sowie überregionale Konzerne gewährten Jugendliche Einblicke in alle Branchen. Einmal pro Jahr präsentiert sich die Region mit ihrer Betriebs- und Ausbildungsvielfalt. Aber auch Unternehmen und Institutionen aus dem Raum Salzburg zeigten Möglichkeiten zur Fortbildung mit Zukunftsperspektiven. Der Informationstag kam bei den Jugendlichen wieder sehr gut an – viele hatten sich sogar schon mit gezielten Fragen vorbereitet.

»Wo ist denn mein Workshop?« Gleich am Eingang leitet das Personal vom Jugend-Treff.5 Förderverein orientierungslose Wissbegierige auf den richtigen Weg zu den richtigen Anlaufpunkten. Eine Leinentasche mit Notizblock wurde kostenlos mitgegeben, um Broschüren oder Flyer einpacken zu können. Denn zuhause gab es vieles nachzulesen und zu überdenken. Auch im Foyer des AlpenCongress stand zusätzlich Beratungspersonal parat.

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Ein hübscher Beruf: Friseuse.

Noel ist 18 Jahre und erzählt: »Vor zwei Jahren habe ich hier mit meinem zukünftigen Ausbilder Kontakt aufgenommen. Jetzt bin ich Lehrling in der Metallverarbeitung und darf hier sogar den Betrieb vertreten und meine Erfahrungen an die Leute weitergeben.« Ein Idealfall. Auch Sandra und Claudia hatten sich für den Samstag viel vorgenommen. Beide sind 13 Jahre, haben aber schon recht konkrete Vorstellungen, was sie mal werden möchten. Sandra will sich über Pflegeberufe schlau machen und Claudia würde gern in die Versicherungsbranche einsteigen.

Verena (14) und Katy (15) kamen nach ihrem Rundgang etwas erschöpft aus dem AlpenCongress. Waren aber auch zufrieden: »Unsere Fragen wurden von den Leuten ernst genommen. Die Beratung war toll. Schön war auch, dass wir mal was ausprobieren konnten«, meinten beide.

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Ausbildung mit Zukunft: Bankkaufleute sind gefragt.

Aus Hamburg und Baden Württemberg kamen Julia und Melanie. Die beiden 15- und 17-Jährigen sind zurzeit in der Schönklinik und vom Berchtesgadener Land begeistert. »Wir wollten uns umschauen, was man hier so arbeiten kann. Schade, dass wir noch keine Bewerbungsmappen gemacht haben.«

Einige Jugendliche waren einfach nur so da. Zufällig traf man auf Freunde und tauschte untereinander Erfahrungen aus. Allgemeiner Tenor: Vielfalt, Informationen und Programm sind gut. Veranstaltungsmagnet war auch heuer die begehrte Auslosung der Motivationspreise zur Mobilität.

Und welches Resümee zog Organisatorin Heike Mechelhoff? »Im Vergleich zum vergangenen Jahr habe ich den Eindruck, dass sich die Jugendlichen schon fokussierter informieren wollten. Ihre beruflichen Wünsche sind ausgeprägter geworden. Die Schüler nahmen die Optionen ernst. Die Resonanz war wieder klasse und demonstriert die Bedeutung der Veranstaltung. Unser Team vom Jugend-Treff.5 Förderverein, alle Unternehmen und Schulen haben sich wieder super engagiert. Besonderen Dank möchte ich unserem AlpenCongress-Leiter und 3. Bürgermeister Josef Wenig aussprechen. Er ist einer, auf den ich mich immer verlassen kann. Auch an solchen Stresstagen wie diesen hier«, resümiert Heike Mechelhoff etwas außer Atem, aber glücklich. Jörg Tessnow

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Die Jugendlichen hatten viele Fragen. Weitere Bilder unter www.berchtesgadener-anzeiger.de. (Fotos: Tessnow)

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