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Die Insula als Heimat

Zum 100. Geburtstag bekam Charlotte Modrow zahlreiche Glückwünsche. Unter anderem auch von Diakon Markus Sellner, Einrichtungsleiter Rolf Hopmann und Bernhard Heitauer, 2. Bürgermeister von Bischofswiesen (v.l.). Foto: privat

Bischofswiesen – Bei guter Gesundheit feierte Charlotte Modrow am Freitag ihren 100. Geburtstag im Seniorenzentrum Insula. Die Zeit in der Insula begann im Jahre 1951 an der Seite ihres Mannes, der lange Zeit als Direktor in der Insula wirkte.


Charlotte Modrow unterstützte das Wirken ihres Mannes nach besten Kräften. Besonders in der Anfangszeit war sie für die lettischen Bewohner, in der schweren Zeit nach der Flucht, eine Trost spendende Gesprächspartnerin. Noch heute erzählt sie begeistert von den Festen und Feierlichkeiten der lettischen Mitbewohner.

Die weltoffene und ehrliche Art des Auf-die-Menschen-Zugehens machte sie über die Jahre zu einer geschätzten Gesprächspartnerin, wobei Themen über Gott und die Welt genau so bereichernd und tiefsinnig waren wie über den Glauben oder Politik und Wirtschaft.

Ihr Engagement führte sie auch an die Christophorusschule am Obersalzberg, wo sie viele Schüler und Kinder betreute und mit Nachhilfeunterricht unterstützte. In der evangelischen Kirchengemeinde brachte sie sich über lange Jahre in verschiedenen Gruppen ein und wurde für viele Menschen zur Wegbegleiterin, denen sie bei Bedarf helfend und beratend zur Seite stand.

Wer sich mit der Jubilarin über Heimat unterhalten möchte, bekommt immer zu hören: Heimat, das ist für mich der Berchtesgadener Talkessel und die Insula. Besonders Tradition und Brauchtum faszinieren sie bis heute. Zum 100. Geburtstag, den sie mit Sohn, Schwiegertochter und vielen Gratulanten verbringen durfte, kann Charlotte Modrow auf ein ereignisreiches und erfülltes Leben zurückblicken. A.A.