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Die Favoriten setzen sich deutlich durch

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Rassige Zweikämpfe gab es im Spiel des TSV Berchtesgaden gegen die SG Schönau. Weitere Bilder unter www.berchtesgadener-anzeiger.de. (Foto: Waßmuth)
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Die »Allstars« zeigten in der Ramsau ein gutes Spiel und siegten sicher mit 5:2. (Foto: Wechslinger)

Nach vier Spielen zeichnen sich im zehnten »Berchtesgadener Anzeiger«-Cup erste Tendenzen ab. Der FC Ramsau liegt nach zwei Niederlagen an der letzten Stelle der Gruppe B und wird am kommenden Samstag beim großen Finale in der Scheffau nur um Platz 5 spielen. Wer Gegner der Ramsauer wird, steht noch nicht fest, da die fünf weiteren Mannschaften erst ein Spiel absolviert haben. Die besten Chancen, das große Finale zu erreichen, haben die SG Schönau und Veranstalter SG Scheffau-Schellenberg, denen jedoch die »Allstars« das Leben in der Scheffau schwer machen möchten.


Am Freitagabend fanden nach dem neuen Modus im »Berchtesgadener Anzeiger«-Cup zeitgleich zwei Spiele statt. Auf der Breitwiese trafen sich der TSV Berchtesgaden und die SG Schönau.

Nach dem 3:1-Sieg der Berchtesgadener in Bischofswiesen ging es für den Breitwiesen-Express um den Einzug ins Finale. Doch ehe sich die Berchtesgadener versahen, gingen die Gäste bereits mit dem ersten Angriff durch Toni Hölzl in Führung. In der Folge bestimmten die Schönauer die Begegnung, ohne jedoch zum Abschluss zu kommen. So ging es mit 1:0 in die Pause, aus der die SG Schönau besser zurück kam. Denn bereits in der 57. Minute erzielte der vor Spiellaune sprühende Sebastian Wessels durch einen Foulelfmeter das 2:0. Der neuerlich tadellos leitende Unparteiische Hans Öllerer vom TSV Petting wunderte sich: »Dieser Wessels müsste doch drei Klassen höher spielen.« Die Antwort des Stürmers war eindeutig: »Ich habe in der Schönau mit dem Fußballspielen begonnen und da bleibe ich auch.«

Auch dem 3:0 durch Wessels in der 71. Minute war eine gekonnte Angriffskombination voraus gegangen. Wenig später verhinderte der Pfosten einen Hattrick des schnellen Stürmers, der seinen Gegenspielern gleich mehrmals auf und davon gelaufen ist. Auf einem größeren Platz wäre es für die Berchtesgadener noch viel schlimmer gekommen.

Das 4:0 für die SG Schönau erzielte Stefan Weinbuch nach einer von vielen herrlichen Kombinationen. Den Schlusspunkt setzte dennoch der TSV Berchtesgaden, bei dem mehrere wichtige Stammspieler fehlten. Als die Schönauer zu sorglos agierten, bestrafte dies der eingewechselte Cemal Ucar mit dem Ehrentreffer in der 90. Minute.

TSV Berchtesgaden: Däuber; Lenz, Alo, Petkov, Sontheimer, Lindner, Reichlmeier, Hartmann, Beil, Hölzl, Althaus, Gökbayrak, Ucar.

SG Schönau: C. Maier (Thurner); Angerer, S. Rabenbauer, Klaus, Widl, Rolf, Hölzl, Lochner, Moz, Weinbuch, Wessels, Althaus, Renoth, Aschauer, D. Maier, Pfnür.

Zeitgleich fand in der Ramsau das Treffen zwischen dem gastgebenden FC und den »Allstars« aus den Berchtesgadener Fußballvereinen statt. Von Beginn an zogen die Gäste ein gekonntes Passspiel auf, dem jedoch zunächst teilweise die Abstimmung fehlte. So kamen die Ramsauer in der Anfangsphase zu zwei Riesenchancen, die sie jedoch kläglich vergeben haben. In der Folge wurde das Spiel der zusammengewürfelten Truppe der »Allstars« immer sicherer und besser. Das Ergebnis war in der 37. Minute der Führungstreffer. Die überforderte Ramsauer Defensive hatte eines von vielen Foulspielen 20 Meter vor dem Tor begangen. Beim Freistoß platzierte Kunstschütze Andi Fernsebner die Kugel in die Kreuzecke. Der gute Ramsauer Schlussmann Oliver Schwab war ohne Chance. Danach wurden die Aktionen der »Allstars« immer sicherer, dennoch passierte bis zur Halbzeitpause nichts mehr.

Die Ramsauer hatten sich für den zweiten Durchgang noch einmal viel vorgenommen, wurden jedoch bereits in der 47. Minute das zweite Mal ausgekontert. Ausgerechnet der Ramsauer Vorstand Richard Hopfinger versenkte eine Flanke zum 2:0. Nur drei Minuten später startete der pfeilschnelle Skifahrer Christof Brandner einen Alleingang und schloss diesen mit dem 3:0 ab. Eine Stunde war gespielt, als bei den Ramsauern noch einmal Hoffnung auf ein gutes Ende aufflackerte. Neuzugang Marius Mackamul brachte seine Farben mit dem 1:3 wieder in die Nähe eines besseren Ergebnisses. Doch nur vier Minuten später stellte Mittelstürmer Dominik Schwaiger mit dem 4:1 den alten Dreitoreabstand wieder her. Als Wolfgang Fegg in der 66. Minute gar auf 5:1 stellte, war in der Ramsau alles gelaufen. Mackamul sorgte in der 75. Minute zwar noch einmal für einen Treffer, doch die »Allstars« spulten ihren Vorsprung in der Folge sicher herunter.

FC Ramsau: Schwab; Graßl, Zörner, Votz, Piatke, Hackl, Weber, Liuliu, Mackamul, Resch, Wagner, M. Rehlegger, Dieterich, Vogl.

»Allstars«: Köppl; Böttger, Hölzlwimmer, W. Fegg, Datzmann, Fernsebner, Datz, G. Maier, Parma, Schwaiger, Tas, Hopfinger, Brandner, Kühnhauser, T. Fegg. Christian Wechslinger