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Die besondere Lust auf Berchtesgaden: Andreas Giebel spielt Hauptrolle in »Watzmann ermittelt«

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Andreas Giebel in Rufweite zu seinem derzeitigen Arbeitsplatz, der Polizeiinspektion Berchtesgaden. (Foto: Meister)

Berchtesgaden – »Watzmann ermittelt« heißt die neue ARD-Serie, die gerade in Berchtesgaden gedreht wird. Hauptdarsteller Andreas Giebel ist eng mit seinem neuen, wenn auch befristeten Arbeitsplatz verbunden. Er war, sagt er im »Anzeiger«-Gespräch, schon sehr oft hier, privat, habe Freunde und Bekannte in Berchtesgaden und neben der Landschaft seien es auch die Menschen, die hier lebten, ihre Art und ihr Zusammenhalt, die ihn immer wieder und gern nach Berchtesgaden kommen ließen.


Es ist heiß am Set auf dem Platz vor der Polizeiinspektion Berchtesgaden. Im Hintergrund flimmert der Watzmann. Viele Menschen wuseln auf dem Platz herum. Die »echten« sind von den als Polizisten agierenden Schauspielern kaum zu unterscheiden. Schauspielerin Ines Lutz muss unter sengender Sonne mehrfach die Inspektion anfahren. Hauptdarsteller Andreas Giebel hat ein wenig Zeit. Aber Schatten muss schon sein.

Andreas Giebel ist Kabarettist und Schauspieler, was, wie er betont, zwei kaum miteinander zu vergleichende Berufe sind. Denn Film sei Teamarbeit, wo jeder präzise seinen Teil bringen müsse, da komme es auf das Zusammenspiel an, was mit entsprechenden Kollegen natürlich sehr viel Spaß mache. Als Kabarettist stehe er seit nunmehr 39 Jahren allein auf der Bühne, mit eigenen Gedanken, eigenem Programm, alleiniger Verantwortung. Dies sei eine ganz andere Welt.

Jetzt also wieder Fernsehen, eine Serie für das Vorabendprogramm der ARD. Ob es über die bisher acht geplanten Folgen hinausgeht, entscheidet im Prinzip der Zuschauer. Es gibt schon viele, manche finden sogar zu viele, Krimiserien im Fernsehen, auf nahezu allen Kanälen. Aber ein direktes, bereits erfolgreiches Vorbild sieht Andreas Giebel nicht. »Ich hoffe, dass wir eine eigene Art entwickeln können, eine eigene Handschrift. Eigene Charaktere entwickeln. Und natürlich auch, dass dies alles dem Zuschauer gefällt.« Mord und Totschlag, räumt der Schauspieler ein, gebe es schon überall. Darum werde es auch in dieser Serie gehen. Aber auch um die »Leichen im Keller«, die bei den Ermittlungen möglicherweise am Rande entdeckt werden.

Andreas Giebel gefiel das Angebot, dass Berchtesgaden sein, wenn auch nur vorübergehender, Arbeitsplatz sein soll. »Hier gibt es viele Leute, die ich gern besuche, mit denen ich gern zusammen bin und die ich gern treffe.« Da erwarte ihn auch Wiedersehensfreude, hofft Giebel. Das sei hier ein ganz besonderer Menschenschlag, sagt er. Früher sei er sehr oft hier gewesen und er komme immer wieder gern. Und ganz nebenbei lüftet er den Lokaljournalisten auch ein kleines Geheimnis: »Ich war sogar mit einer Berchtesgadenerin verheiratet.« Aber nicht lange, schränkt er gleich ein. Doch ein gemeinsames Kind gebe es auch.

Hauptkommissar Benedikt Beissl, den Giebel in der Serie verkörpert, ist ein Familienmensch. Einer, der unter anderem seine Töchter vor Unheil aller Art schützen will. Deshalb ist ihm auch nicht geheuer, dass sich Tochter und Ermittlungskollege Jerry Paulsen ineinander verliebt haben. Beim Fototermin hat Andreas Giebel spontan ein Stoppschild zwischen die Kollegen Ines Lutz und Peter Marton gehalten. Würde er das bei den eigenen Töchtern auch so halten? »Wahrscheinlich schon«, sagt er lächelnd. Dieter Meister