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Die Preisträger des »Wasserburger Löwen«, die »Knopf-Soatn-Blech-Blosn« mit Martin Osterhammer am Bass, Katrin Hacher an der Ziach, Marlies Hacher an der Gitarre, Kilian Nissl an der Trompete und Lukas Entfellner an der Posaune, begeisterten das Publikum im Gasthof zum Ott in Staudach-Egerndach. (Foto: T. Eder)

Staudach-Egerndach – Ein erlesenes, hochkarätiges Programm boten die Teilnehmer des »Löwenhoagarts« im Gasthof zum Ott in Staudach-Egerndach. Organisiert wurde der Abend von den Preisträgern des »Wasserburger Löwen«, der »Knopf-Soatn-Blech-Blosn«.


Mitten im Saal versammelten sich die Musikgruppen. Es ist immer Aufgabe der Preisträger, einen »Löwenhoagart« auszurichten. Dies ist den jungen Musikanten mit Unterstützung der Eltern bestens gelungen. Mit seiner bekannt leichten, unterhaltsamen Art führte Heinrich Albrecht durch den Abend.

Eröffnet wurde dieser von den Preisträgern selbst, der jungen Formation mit den Hacher-Dirndln, Katrin an der Ziach und Marlies an der Gitarre sowie Kilian Nissl (Trompete), Lukas Entfellner (Posaune) und Martin Osterhammer (Bass). Eindrucksvoll zeigten die routinierten, jungen Musiker, dass sie den »Wasserburger Löwen« zu Recht erhalten hatten. Sie alle lernen an der Grassauer Musikschule und werden von den Stiftungen gefördert.

Etwas frech, aber mit viel Charme sangen die »Gruber-Buam aus Uffing« nette Gstanznl. Sie selbst hatten 2017 den Wasserburger Löwen für Gesang erhalten. Dieses Erlebnis teilen sie mit der »Sait'nweis-Musi«, denn die Geschwister Pfaffinger, Ramona und Dominik, erhielten bereits 2012 den Singpreis. Begeistert lauschte das Publikum den feinen Klängen der »Sait´nweis-Musi«.

Die »Seewind-Harfendirndln« Franziska Aberger, Maria Weingartner und Magdalena Kurfer gewannen im vergangenen Jahr den Instrumental-Löwen. Martin Osterhammer, Mitglied der »Knopf-Soatn-Blech-Blosn« unterstützt am Bass auch die »Prealeitn Musi«. Besonders feine Stimmen bewiesen die »Geschwister Hacher«, Katrin und Marlies, die ebenfalls bei der »Knopf-Soatn-Blech Blosn« mitwirken, mit ihrer jüngeren Schwester Verena. Boarische Lieder, mehrstimmig gesungen, boten die drei Dirndln.

Ein besonderer Gast war Claudia Geiger, die musikalische Leiterin der Wasserburger Volksmusiktage. Seit 20 Jahren werde der »Wasserburger Löwe« an junge Musikgruppen verliehen. Voll Stolz zeigte sich Otto Dufter, Grassauer Musikschulleiter und zuständig für Volksmusik. Solche Kinder zu unterrichten, sei eine besondere Freude und eine Erholung, betonte er. Er stellte »seine Gruppe«, die Preisträger der »Knopf-Soatn-Blech-Blosn«, vor. Wichtig sei, dass die jungen Leute Freude am Spielen haben.

Diese Freude am Spiel übertrug sich auf den gesamten Saal. Alle lauschten aufmerksam, um die schönen Töne und Klänge in Ruhe aufnehmen zu können. Um den volksmusikalischen Nachwuchs braucht es den Achentalgemeinden nicht bange sein. Die hervorragende Musikschule mit ihren Außenstellen leistet hierzu einen bedeutenden Beitrag. Zu guter Letzt entschieden die jungen Preisträger, den finanziellen Überschuss des Abends an die Karl-und-Erna-Eigner-Stiftung zu übergeben, damit noch viele junge Musikanten von der Unterstützung profitieren können. tb