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Didavi-Comeback gibt VfB Hoffnung im Abstiegskampf

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Daniel Didavi gibt dem VfB Stuttgart Zuversicht im Abstiegskampf. Foto: Daniel Maurer Foto: dpa

Stuttgart (dpa) - Im Abstiegskampf des VfB Stuttgart ist Daniel Didavi ein Hoffnungsschimmer. »Er hat uns im letzten Spiel bereichert von seiner Präsenz her«, lobte Sportvorstand Fredi Bobic vor dem Kellerduell mit dem SC Freiburg am Samstag.


Fast 14 Monate musste der von Verletzungen geplagte Mittelfeldspieler auf seinen 35. Einsatz in der Fußball-Bundesliga warten - und zeigte dann gegen Borussia Dortmund einen starken Auftritt. »Fürs Erste fand ich meine Leistung ganz okay. Aber ich habe noch viel Luft nach oben - vor allem, was Kondition und Spritzigkeit betrifft«, sagte er Stuttgarter Medien. Gegen den Sportclub will er wieder helfen.

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Seine Ruhe und Übersicht können die Schwaben gegen die laufstarke und kämpferische Mannschaft von Trainer Christian Streich gut gebrauchen. »Wir haben sechs Endspiele. Freiburg ist eines davon«, meinte der 24-Jährige. Der Sportclub reist als Tabellen-14. und mit dem Selbstvertrauen von zehn Punkten aus den vergangenen vier Spielen in die Landeshauptstadt zum schwäbisch-badischen Derby.

Der VfB dagegen konnte in den vergangenen 13 Liga-Partien nur einmal gewinnen - und ist Letzter in der Heim- und in der Rückrundentabelle. Schuld daran sind insbesondere die vielen Spiele, die trotz Führung nicht gewonnen wurden. Elfmal ist das in der laufenden Saison schon passiert. 28 Punkte hat der Club so verloren, macht unterm Strich Rang 16 in der Liga. Viele Profis scheinen sich im Spiel an die Fehler in den vorausgegangenen Partien zu erinnern und verkrampfen. Nicht so Didavi. »Ich habe die vielen Negativ-Erlebnisse, wie zum Beispiel die späten Gegentore, nicht mitgemacht«, begründete er das.

Schuld daran war sein großes Verletzungspech. Nach einer starken Saison beim 1. FC Nürnberg mit neun Toren und drei Vorlagen holte ihn der VfB im Sommer 2012 zurück an den Neckar. Sein letzter Auftritt im Trikot der Franken bescherte ihm aber einen Knorpelschaden im linken Knie. Um den Jahreswechsel wurde die Nummer Zehn der Schwaben dann dreimal eingewechselt.

Aber es folgte der nächste Rückschlag: Ein Ödem im Knie, Operation, wieder Reha. »Es gab Zeiten, da war es fraglich, ob ich überhaupt wieder Fußball spielen kann«, erzählte Didavi nach seinem Comeback vergangene Woche. Dass er nun wieder dabei ist, bezeichnete Bobic als »eine schöne Story. Der Junge hat an sich geglaubt.«

Von der Bestform ist der aus Nürtingen stammende Profi zwar noch immer ein gutes Stück entfernt. »Er ist noch nicht da, wo wir ihn gerne hätten«, sagte Trainer Huub Stevens. »Kann er auch nicht. Aber er macht Fortschritte.« Am Samstag soll der nächste folgen.