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DFL: Fahrplan für mehr Sicherheit

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Zuschauerausschreitungen sorgen für ein neues Sicherheitspaket durch die DFL. Foto: Bernd Weißbrod Foto: dpa

Berlin (dpa) - Der Ligavorstand hat einen Fahrplan beschlossen, um das von der Politik geforderte umfangreichere Sicherheitspaket im deutschen Fußball auf den Weg zu bringen.


Zunächst sollen am 27. September die Eckpunkte der veränderten Sicherheitsanforderungen vorgestellt und anschließend in den Vereinen diskutiert werden. Bei der Mitgliederversammlung der Proficlubs im Dezember soll es dann konkrete Beschlüsse und eventuelle Satzungsänderungen geben, teilte die Deutsche Fußball Liga (DFL) mit.

Nach vermehrten Zuschauerausschreitungen in der Vorsaison war der Fußball stark unter Druck geraten. Die Innenministerkonferenz hatte vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) und von der Liga weitreichende Sicherheitsmaßnahmen gefordert. Die Clubs sollen sich nun auf gemeinsame Regelungen verständigen, die in die Statuten aufgenommen und dann von der DFL kontrolliert werden.

Eine Nichterfüllung dieser Regelungen könnte im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens sanktioniert werden, heißt es in der Mitteilung der DFL. Gleichzeitig könnten TV-Gelder einbehalten werden, um die Finanzierung notwendiger Sicherheitsstandards sicherzustellen. Die Innenminister hatten angeboten, die Steuergelder, mit denen bisher Fanprojekte der Proficlubs mitfinanziert werden, eins-zu-eins im Amateurbereich einzusetzen. Im Gegenzug wird erwartet, dass im Profibereich die Fanprojekte von der Liga bezahlt werden.