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Devisen: Eurokurs per Saldo kaum verändert

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Eurokurs <EURUS.FX1> ist am Dienstag um sein Niveau vom Vortag geschwankt. Per Saldo führten zwischenzeitliche Gewinne und anschließende Einbußen dazu, dass in New York zuletzt 1,2330 US-Dollar für die Gemeinschaftswährung bezahlt wurden - damit tendierte sie kaum verändert. Positive Konjunkturdaten aus den USA einerseits und aus Europa andererseits erschwerten dem Euro die Richtungsfindung. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2352 (Montag: 1,2339) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8096 (0,8104) Euro.

"Im Vormittagshandel ist der Euro noch durch die Konjunkturdaten aus der Eurozone leicht gestützt worden", sagte Stephan Rieke, Devisenexperte bei der BHF-Bank. "Die Daten zum Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal haben zumindest keine negativen Überraschungen geliefert." Die Wirtschaftsleistung des Währungsraums war wie von Volkswirten erwartet um 0,2 Prozent zum Vorquartal gefallen. In Deutschland und Frankreich fielen die Daten sogar ein wenig besser aus als prognostiziert. Daraufhin stieg der Euro im europäischen Vormittagshandel zeitweise bis auf 1,2386 Dollar.

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Im weiteren Handelsverlauf gab der Euro seine Gewinne jedoch größtenteils wieder ab. Deutlich besser als erwartet ausgefallene US-Einzelhandelsumsätze haben laut Rieke den Dollar etwas gestützt. Im Juli waren die Einzelhandelsumsätze um 0,8 Prozent gestiegen, während Volkswirte einen Anstieg um nur 0,3 Prozent erwartet hatten. Insgesamt blieben die Kursausschläge beim Euro im engen Rahmen. "Viele Anleger sind die anhaltende Euro-Schuldenkrise leid", sagte Rieke. Daher reagiere der Markt auch nicht mehr so stark.