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Devisen: Eurokurs bleibt unter der Marke von 1,26 US-Dollar

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro <EURUS.FX1> ist am Dienstag im US-Handel unter 1,26 Dollar geblieben. Zuvor hatten Aussagen von EZB-Präsident Mario Draghi zum geplanten Anleihekaufprogramm die Gemeinschaftswährung vorübergehend über diese Marke getrieben. Nach Gewinnmitnahmen war der Euro aber wieder deutlich unter diese Schwelle gerutscht. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt mit 1,2576 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2579 (Montag: 1,2568) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7950 (0,7957) Euro.

Notenbankchef Mario Draghi hatte am Montagabend vor einem Ausschuss des EU-Parlaments den Kauf von Anleihen krisengeschwächter Euroländer mit einer Laufzeit von bis zu drei Jahren als vereinbar mit dem EZB-Mandat bezeichnet und damit Hoffnungen auf ein umfangreiches Anleihekaufprogramm geschürt. Die Risikoaufschläge für Anleihen der Krisenländer Italien und Spanien gingen daraufhin merklich zurück und der Euro legte deutlich zu. Dann aber kehrte eine gewisse Skepsis zurück und der Euro gab nach.

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"Draghi hat mit seinen Aussagen für eine hohe Erwartungshaltung gesorgt", sagte Ralf Umlauf, Devisenexperte bei der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). "Diese kann jedoch leicht enttäuscht werden." So sei noch keineswegs klar, inwieweit die EZB Einzelheiten ihres Anleihekaufprogramms auf der Sitzung am Donnerstag veröffentlichen werde. Laut Umlauf gibt es im Rat der Europäischen Zentralbank bei mehreren Mitgliedern Vorbehalte gegenüber dem Programm. Zudem könnte es sein, dass die Notenbank zunächst die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts am 12. September zum Rettungsschirm ESM abwartet./