weather-image

Devisen: Euro schwankt um Marke von 1,30 Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat am Freitag leichte Kursgewinne verzeichnet. Händler nannten neue Hoffnungen in Griechenland als Hauptgrund. Die Marke von 1,30 US-Dollar konnte die Gemeinschaftswährung aber nicht dauerhaft überwinden. Am Nachmittag stand der Kurs zuletzt bei 1,2996 Dollar, nachdem er am späten Vormittag ein Tageshoch bei 1,3047 Dollar erreicht hatte. Gegen Mittag setzte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs auf 1,2988 (Donnerstag: 1,2954) Dollar festgesetzt.

"Die Ursache für die leichte Kauflaune beim Euro liegt in Griechenland", sagte Devisenexperte Lothar Heßler vom Bankhaus HSBC Trinkaus. Seiner Einschätzung nach trieb die Hoffnung auf eine Einigung der Parteien in der Regierungskoalition und der Experten der Troika auf ein neues Sparprogramm den Kurs der Gemeinschaftswährung. Auch die Spekulationen um einen weiteren Schuldenerlass für Athen hätten zur Entspannung beigetragen, hieß es aus dem Handel.

Anzeige

"Die Stimmung hat sich zuletzt wieder deutlich zugunsten des Euro gedreht", sagte HSBC-Experte Heßler. Es sei durchaus möglich, dass die Gemeinschaftswährung bis Ende des Jahres auf bis zu 1,35 Dollar klettert. In den vergangenen zwei Wochen hatte der Kurs bereits um mehr als vier Cent zugelegt. Als Ausschlaggebend gilt die Ankündigung der EZB, unter Auflagen unbegrenzt Staatsanleihen von Euro-Krisenländern wie Spanien aufzukaufen. Dafür wäre aber ein spanischer Hilfsantrag in Brüssel nötig, vor dem sich Madrid bislang noch ziert.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,79870 (Vortag: 0,80017) britische Pfund <GBPVS.FX1>, 101,58 (101,21) japanische Yen <JPYVS.FX1> und 1,2110 (1,2088) Schweizer Franken <CHFVS.FX1> fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1.784,50 (1.758,50) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 43.030,00 Euro (43.010,00) Euro.