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Devisen: Euro schwächelt nach jüngstem Höhenflug - Schuldenkrise bleibt im Fokus

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NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat am Montag nach seinem jüngsten Höhenflug etwas nachgegeben. Experten verwiesen auf die anhaltenden Zweifel über eine Eindämmung der Euro-Schuldenkrise. Zuletzt wurden für die Gemeinschaftswährung im New Yorker Handel 1,2767 US-Dollar bezahlt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2776 (Freitag: 1,2706) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,7827 (0,7870) Euro gekostet.


Zuletzt hatte die Eurozone Hoffnungen auf rasche Beschlüsse zu Griechenland gedämpft. Die Euro-Finanzminister würden bei ihrem informellen Treffen am diesem Freitag auf Zypern zwar einen ersten Überblick von den Kontrolleuren der Troika bekommen, sagte ein EU-Diplomat. Doch es sei fraglich, ob es beim nächsten regulären Treffen am 8. Oktober Beschlüsse geben könne. Der vollständige Bericht der Troika von Kontrolleuren von EU-Kommission, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) werde nicht vor Anfang Oktober erwartet. Von diesem hängt es ab, ob Griechenland eine nächste Tranche der Finanzhilfe in Höhe von 31,5 Milliarden Euro aus dem laufenden Hilfsprogramm bekommt.

Außerdem entscheidet das Bundesverfassungsgericht am Dienstag und Mittwoch über mehrere Eilanträge gegen den permanenten Euro-Rettungsschirm ESM. Dieser soll den temporären Schirm EFSF ablösen. Die Entscheidungen sind auch deswegen so wichtig, weil die EZB ihr neues Anleihekaufprogramm an die beiden Rettungsschirme geknüpft hat. Die Eurozone rechnet mit der Einrichtung des ESM im Oktober. In Brüssel werde erwartet, dass das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe den Rettungsschirm am Mittwoch im Grundsatz billigen werde, sagte ein EU-Diplomat. Ebenfalls am Mittwoch wählen die Niederlande ein neues Parlament, und am Donnerstag entscheidet die US-Notenbank Fed über mögliche weitere Anleihekäufe.