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Devisen: Euro knackt 1,30 US-Dollar kurzzeitig - Fed kündigt QE3 an

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat am Donnerstag im US-Handel von der ankündigten weiteren geldpolitischen Lockerung durch die US-Notenbank Fed profitiert. Er knackte kurzzeitig sogar die Marke von 1,30 US-Dollar und notierte zuletzt bei 1,2988 Dollar. Im europäischen Handel hatte der Euro noch 1,2892 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2910 (Mittwoch: 1,2896) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7746 (0,7754) Euro.

Die amerikanische Notenbank Fed will der US-Konjunktur mit zusätzlichen Wertpapierkäufen auf die Sprünge helfen. Dazu sollen hypothekenbesicherte Wertpapiere (Mortgage Backed Securites, MBS) im Wert von 40 Milliarden US-Dollar je Monat erworben werden. Einen konkreten Endzeitpunkt nennt die Fed nicht, sie verknüpft die Käufe aber mit der Lage auf dem Arbeitsmarkt.

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Zuvor habe der Euro im europäischen Handel auch am Tag Eins nach der Zustimmung des Bundesverfassungsgerichts zum Euro-Rettungsschirm ESM von der Entscheidung des obersten deutschen Gerichts profitieren können, hieß es in einer Einschätzung der Privatbank HSBC Trinkaus. Zudem begründeten Händler den starken Euro mit dem Wahlausgang in den Niederlanden. Mit den Konservativ-Liberalen und den Sozialdemokraten liegen zwei pro-europäische Parteien vorne und können eine stabile Regierung bilden.