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Devisen: Euro hält sich vor US-Arbeitsmarktbericht über 1,30 Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat sich am Freitag vor dem US-Arbeitsmarktbericht über der Marke von 1,30 US-Dollar gehalten. Am Morgen stand der Kurs bei 1,3009 Dollar. EZB-Chef Mario Draghi hatte der Gemeinschaftswährung am Donnerstag Auftrieb gegeben. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Vortag noch auf 1,2951 (Mittwoch: 1,2904) Dollar festgesetzt.

"Heute richten sich die Blicke auf die Mutter aller Datenveröffentlichungen, und zwar den US-Arbeitsmarktbericht", schreibt Expertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank. Nachdem sich die US-Notenbank Fed, die ihre Geldpolitik maßgeblich an der Entwicklung der Beschäftigungslage ausrichtet, sich klar positioniert hat, dürften die Zahlen jedoch nicht mehr ganz so stark im Fokus stehen.

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"Eine deutlich besser als erwartete Zahl dürfte die allgemeine Stimmung am Markt beleben und daher auf dem Dollar lasten", erklärt Analystin Nguyen. Schließlich sei dieser als sicherer Hafen bei steigendem Risikoappetit der Investoren weniger gefragt.

Für Euro-Auftrieb hatte bereits am Vortag gesorgt, dass die Neigung der EZB zu weiteren Zinssenkungen derzeit nicht besonders ausgeprägt scheint: Bei der auswärtigen Ratssitzung in Slowenien sei die Möglichkeit eines Zinsschritts noch nicht einmal diskutiert worden, sagte Notenbankchef Mario Draghi in Ljubljana. "Eine abermalige Senkung dürfte aber nicht ganz vom Tisch sein", sagte Expertin Jana Meier vom Bankhaus HSBC Trinkaus.