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Devisen: Euro bleibt unter Druck - Spanien im Fokus

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EURUS.FX1> hat am Donnerstag an den Abwärtstrend der vergangenen Tage angeknüpft. Sorgen um Spanien lasteten auf der Gemeinschaftswährung, sagten Händler. Am Nachmittag fiel der Euro nach schwachen Konjunkturdaten auf ein Tagestief bei 1,2845 US-Dollar und wurde damit nahe seines Zwei-Wochentiefs gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs gegen Mittag auf 1,2874 (Mittwoch: 1,2845) Dollar festgesetzt.


"Der Fokus liegt auf Spanien", sagte Commerzbank-Analyst Lutz Karpowitz. Die Regierung in Madrid hat weitere Einschnitte beim Budget beschlossen. In der Bevölkerung nimmt der Widerstand gegen den Sparkurs zu - in den vergangenen Tagen kam es wiederholt zu Ausschreitungen bei öffentlichen Protesten. "Der Euro ist etwas unter Druck und wir glauben, dass die Spannungen anhalten", so Karpowitz. Die Spekulationen, dass Spanien komplett unter den Rettungsschirm flüchte, würden nicht abreißen.

Weiteren Gegenwind erhielt die Gemeinschaftswährung durch schwache Konjunkturdaten: Die Indikatoren der EU-Kommission zum Geschäftsklima und Wirtschaftsvertrauen sind im September gesunken. Auch die Kreditvergabe in der Eurozone war zuletzt weiter rückläufig, wie Zahlen der EZB zeigen. Ein kleiner Lichtblick: Italien konnte sich bei einer Auktion zehnjähriger Staatsanleihen über einen leichten Rückgang der Zinssätze freuen. Allerdings ging die Nachfrage nach den Papieren zurück.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,79390 (0,79490) britische Pfund <GBPVS.FX1>, 99,98 (99,82) japanische Yen <JPYVS.FX1> und 1,2084 (1,2088) Schweizer Franken <CHFVS.FX1> fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1.763,00 (1.744,75) Dollar gefixt. Ein Kilogramm Gold kostete 43.140,00 (43.320,00) Euro.