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Deutschlands will in den Sicherheitsrat

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Sicherheitsrat
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Ein Vertreter von Deutschland würde sich gerne an diesen Tisch bei den Vereinten Nationen setzen. Foto: Tim Brakemeier/dpa Foto: dpa

Nicht überall auf der Welt gibt es Frieden. Doch es gibt eine Versammlung von Politikern, die die Welt besser machen will. Deutschland will dort wieder mitreden und mitentscheiden.


Eins, zwei, drei, vier, ... Fünfzehn Stühle an einem Tisch. Der Holztisch steht in einem Gebäude der Vereinten Nationen. Das ist eine Organisation, in der sich fast alle Länder der Welt zusammengetan haben. Man kürzt die Organisation mit UN ab.

Auf einem der fünfzehn Stühle will bald ein Vertreter von Deutschland sitzen. Denn dort trifft sich ein wichtiger Rat, der Sicherheitsrat. Er kümmert sich um Frieden und Sicherheit in der Welt.

Der Rat ist die mächtigste Versammlung bei den UN. Streiten sich zwei Länder, vermittelt er zwischen ihnen. Beschließt er etwas, müssen sich alle UN-Mitglieder daran halten.

«Wenn er eine Bedrohung des Weltfriedens feststellt, kann er Zwangsmaßnahmen verhängen», sagt die Expertin Melanie Coni-Zimmer. Er legt zum Beispiel fest, dass ein Land nicht mehr mit anderen Ländern Handel betreiben darf.

Fast alle Länder auf der Welt sind Mitglied bei den Vereinten Nationen - das sind fast 200. Im Sicherheitsrat können aber immer nur 15 Länder sitzen. Dabei sind fünf Staaten ständig drin: die USA, China, Russland, Großbritannien und Frankreich. Die anderen zehn Länder werden jeweils für zwei Jahre gewählt.

Am Freitag will Deutschland wieder in den Sicherheitsrat gewählt werden. Das Land war schon fünfmal drin, andere Ländern noch nie. Warum also schon wieder? Melanie Coni-Zimmer erklärt: «Deutschland hat gezeigt, dass es Verantwortung übernehmen will.»

Bei wichtigen Entscheidungen müssen die fünf ständigen Mitglieder zustimmen. Die Expertin Judith Vorrath sagt: «Wenn sie allerdings nicht einer Meinung sind, blockieren sich die Länder oft gegenseitig.» Dann gibt es keinen Beschluss.