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Deutschland, ein Eisblock: Kälte wie in der Arktis

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Wintersport im Schwarzwald
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Volle Pisten: Skifahrer lassen sich am Feldberg mit der Zeiger-Bahn auf den Gipfel bringen. Foto: Patrick Seeger Foto: dpa
Sibirische Kälte auf dem Fichtelberg
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Schneebedeckte Nadel- und Laubbäume stehen bei Temperaturen weit unter null Grad auf dem Fichtelberg bei Oberwiesenthal. Foto: Andre März Foto: dpa
Blitzeis im Norden
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Ein Winterdienstfahrzeug streut auf der A 1 die vereiste Fahrbahn. Blitzeis bringt den Norden ins Rutschen. Foto: Daniel Bockwoldt Foto: dpa
Auf Futtersuche
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Eine Nebelkrähe läuft in Berlin über eine verschneite Wiese, um Futter zu suchen. Foto. Maurizio Gambarini Foto: Maurizio Gambarini Foto: dpa
Wintersonne
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Dick eingepackt genießt eine Mutter mit ihren Kindern die Wintersonne auf einer Bank in Wiesbaden. Foto: Susann Prautsch Foto: dpa
Schneelandschaft
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Fußspuren ziehen sich durch die tief verschneite Landschaft nahe der Wallfahrtskirche Sankt Alban bei Aitrang in Bayern. Foto: Karl-Josef Hildenbrand Foto: dpa
Winter am Königssee
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Winteridylle in Bayern. Touristen genießen den eingezogenen Winter mit einer Bootstour über den Königssee. Foto: Sven Hoppe Foto: dpa
Kälte in Berlin
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Ein einzelnes Blatt trotzt dem Schnee und lugt im verschneiten Schlosspark von Köpenick aus der weißen Pracht hervor. Foto: Maurizio Gambarini Foto: dpa
Winterwetter im Sauerland
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Ein Ast ist im nordhrein-westfälischen Winterberg mit einer dicken Eisschicht überzogen: In weitern Teilen Deutschlands herrscht derzeit eisige Kälte. Foto: Bernd Thissen Foto: dpa
Winterwetter
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Wo hatte ich noch gleich mein Auto geparkt? Die suche nach seinem Fahrzeug kann im thüringischen Oberhof heute etwas länger dauern. Foto: Martin Schutt Foto: dpa

Grüße vom Nordpol: Tief «Axel» hat teilweise 30 Grad Minus nach Deutschland gebracht. Wetterexperten raten dazu, zu Hause zu bleiben. Viele stürzen auf glatten Straßen. Immerhin: Es wird wieder wärmer.


Berlin/Offenbach (dpa) - Die Kälte aus der Arktis hat Deutschland mit Temperaturen bis minus 31 Grad eingefroren. Eine Wetterstation von Jörg Kachelmann in Marienberg-Kühnhaide (Sachsen) meldete am Morgen einen Tiefstwert von minus 31,4 Grad.

Meteomedia kam dort auf minus 30,6 Grad kam und der Deutsche Wetterdienst (DWD) an seiner eigenen Messstation in Marienberg nur minus 17 Grad registrierte. Der DWD maß die niedrigsten Temperaturen an zwei seiner Stationen in Bayern: je minus 26 Grad in Reit im Winkl und Schorndorf.

Das sind für diesen Winter bundesweite Rekordwerte, die die Nacht zum Freitag übertreffen. Hintergrund ist das Tief «Axel». Eisregen verwandelte die Straßen in weiten Teilen Deutschlands in gefährliche Rutschbahnen. Autofahrer, Radler, Fußgänger und sogar Streudienste kamen ins Schleudern. Skifahrer und Freizeitrodler konnten den Wintereinbruch am letzten Ferienwochenende dagegen genießen. Meteorologen erwarten, dass es in den kommenden Tagen wieder wärmer wird.

Besonders in der Nordhälfte war die Glätte gefährlich. Der Deutsche Wetterdienst warnte die Menschen unter anderem in Mecklenburg-Vorpommern: «Bleiben Sie im Haus!» In Hamburg rutschten Dutzende Fußgänger bei Blitzeis aus und verletzten sich. Innerhalb von zwei Stunden rückte die Feuerwehr dort am Vormittag nach eigenen Angaben 50 Mal aus. Die Fußgänger zogen sich bei den Stürzen Knochenbrüche, Platzwunden, Prellungen und Zerrungen zu, einige kamen ins Krankenhaus.

Im niedersächsischen Braunlage wollten leichtsinnige Autofahrer im Alter von 20 und 21 Jahren die Kälte für Schleuderübungen auf einem vereisten Parkplatz nutzen. Bei dem Unfall wurden zwei junge Frauen verletzt, eine von ihnen schwer.

Frischer Schnee lockte Freizeitsportler auf die Pisten. Skifahrer und Snowboarder fuhren etwa im Schwarzwald bei eisigen Temperaturen die Berge hinab. Am Feldberg in Baden-Württemberg betrug die Schneehöhe nach Angaben des zuständigen Liftverbunds morgens 5 bis 19 Zentimeter.

Die Bedingungen dafür seien wegen geringer Schneeunterlage und Verwehungen aber nicht ganz optimal. Wochenlang hatten die Betreiber mangels weißer Pracht Kunstschnee ausgebracht. Auch am Samstag waren Schneekanonen im Einsatz. Gespurt war nur ein kleiner Teil.

Zum Wochenbeginn sollen die Temperaturen nun wieder ansteigen. Dauerfrost gibt es nach Angaben des DWD in den kommenden Tagen dann nur noch im Osten und Südosten des Landes.

«Bis auf den Mittwoch und die Nacht zum Donnerstag, an dem unsere Vorhersagen noch recht unsicher sind, erwarten wir in weiten Teilen Deutschlands einen typisch mitteleuropäischen Winter mit Schnee auf den Mittelgebirgen und Schmuddelwetter in den Niederungen», sagte ein DWD-Meteorologe am Samstag in Offenbach. Die erwarteten Temperaturen liegen dabei meist zwischen zwei und sechs Grad.

Mit dem Kältebus für Obdachlose durch München

Frost und Feuchtigkeit können vielerorts die Straßen in Rutschbahnen verwandeln. Gefährliche Wetterphänomene:

- GLATTEIS wird durch Regen oder Sprühregen hervorgerufen, der auf gefrorenen Erdboden trifft und sofort vereist.

- EISGLÄTTE entsteht, wenn Schmelzwasser und Pfützen gefrieren. Sie kommt oft überraschend, denn unmittelbar vorher muss kein Niederschlag gefallen sein.

- EISREGEN ist ein überwiegend aus Eiskörnern bestehender Niederschlag. Auch UNTERKÜHLTER REGEN, der den Boden beim Auftreffen sofort mit einem Eispanzer - dem Blitzeis - überzieht, wird so bezeichnet.

- BLITZEIS bildet sich, wenn Schneekristalle auf dem Weg zur Erde in wärmeren Luftschichten zu Regen werden und später auf Frostboden fallen. Blitzeis ist kein meteorologischer Fachbegriff.

- SCHNEE und REIF machen Straßen rutschig, wenn sie festgefahren auf dem Asphalt liegen. Geschmolzener Schnee kann auch glatt werden, wenn er auf der Straße wieder anfriert.