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Deutsche werden von Lawine am Großglockner erfasst – sie bleiben unverletzt

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Foto: Symbolbild, pixabay

Tirol – Großes Glück oder gute Ausrüstung: Von einer rund 100 Meter breiten Schneelawine wurden am Mittwoch am Großglockner zwei Deutsche erfasst. Doch sie wurden weder verschüttet noch verletzt.


Am Mittwoch unternahmen zwei deutsche Bundesheerangehörige im Alter von 49 und 50 Jahren in Kals am Großglockner eine Skitour auf das 2743 Meter hohe Figerhorn.

Im Zuge des Aufstieges machte der ausgebildete 49-jährige Heeresbergführer laut eigenen Angaben öfters ein Schneeprofil, um die Lawinengefahr besser einschätzen zu können. Nach einer Schneeprofilaufnahme gegen 11.30 Uhr in einer Seehöhe von etwa 2500 Meter löste sich 150 Meter oberhalb von ihnen ein rund 100 Meter breites Schneebrett und ging direkt auf sie ab.

Den beiden Männern gelang die rechtzeitige Auslösung der Lawinenairbags und obwohl sie von der Lawine einige Meter mitgerissen wurden, wurden sie weder verschüttet noch verletzt. Ein Bergführer, einige hundert Meter unterhalb, setzte einen Alpinnotruf ab, weil für ihn die Situation um diese beiden Tourengeher unklar war.

Ein verständigter Helikopter brach den Einsatz ab, nachdem die beiden Deutschen durch Armzeichen eindeutig zu erkennen gaben, dass sie keine Hilfe benötigen würden. Gegen 14 Uhr konnte vom Skigebiet Kals via Fernglas von der Pistenrettung beobachtet werden, dass sich unterhalb des Gipfelhanges zwei Personen auf dem Lawinenkegel aufhielten und den Bereich absuchten bzw. sondierten. Von der Pistenrettung wurde erneut ein Alpinnotruf abgesetzt, weil ein neuerlicher Lawinenabgang angenommen wurde.

Während des Anfluges eines weiteren Hubschraubers befanden sich die beiden Deutschen bereits auf der Abfahrt entlang ihrer Aufstiegsspur, nachdem sie nach ihren Skiern und Skistöcken gesucht und auf dem Lawinenkegel eine Pause gemacht hatten. Die Hubschrauberbesatzung konnte die beiden Deutschen aufgreifen und zu Tal bringen, nachdem sie sich bei ihrer Abfahrt weiterhin im lawinengefährdeten Bereich befanden.

Pressemeldung der Polizei Tirol