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Deutsche Politiker meckern: Bitte nicht einmischen!

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Bundeskanzlerin Angela Merkel
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Bundeskanzlerin Angela Merkel möchte nicht, dass sich der türkische Präsident in den Wahlkampf einmischt. Foto: Jens Kalaene/dpa Foto: dpa

Damit hast du nichts zu tun, misch dich bitte nicht ein! Manchmal wollen Menschen nicht, dass andere ihnen in ihre Arbeit hineinreden. Hin und wieder kommt es deshalb zu Streit.


So einen Streit gibt es gerade auch zwischen Politikern aus Deutschland und der Türkei. Die Regierungen der beiden Ländern waren in letzter Zeit häufig anderer Meinung. Dieses Mal geht es um die Bundestagswahl in Deutschland.

Im September wird in Deutschland der neue Bundestag gewählt. Bei dieser Wahl entscheidet sich, welche Politiker und Parteien in den nächsten Jahren über Gesetze entscheiden. Abstimmen dürfen Erwachsene, die die deutsche Staatsbürgerschaft haben. Dazu gehören auch Menschen, deren Familien aus der Türkei stammen.

An diese Leute hatte sich der türkische Präsident am Freitag gewandt. Die Türken in Deutschland sollten bei der Wahl nicht für die Parteien CDU, SPD oder die Grünen stimmen, sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan. Er bezeichnete die drei deutschen Parteien als Feinde der Türkei.

Normalerweise sagen Präsidenten nicht so deutlich ihre Meinung zu Wahlen in anderen Ländern. Oft kommt es nicht gut an, sich in die Angelegenheit anderer Staaten einzumischen. Deshalb dauerte es nicht lange, bis sich deutsche Politiker über die Einmischung beschwerten.

«Wir werden uns von niemandem, auch nicht von Präsident Erdogan, da hineinreden lassen», sagte Kanzlerin Angela Merkel von der CDU. Martin Schulz von der SPD sagte: «Es ist nicht die Aufgabe eines türkischen Staatspräsidenten, Anweisungen für die Bundestagswahl zu geben». Die türkische Regierung sah das anscheinend anders.