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Deutsche Kombinierer zocken mit der Konkurrenz

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Überzeugend
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Staffelsieger: Johannes Rydzek (l-r), Manuel Faißt, Eric Frenzel and Björn Kircheisen. Foto: Anatoly Maltsev Foto: dpa
Gut gesprungen
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Johannes Rydzek springt beim Weltcup im Skigebiet RusSki Gorki bei Sotschi. Jan Woitas Foto: dpa
Taktik
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Eric Frenzel (l) hat seinen Konkurrenten auflaufen lassen und zieht nun davon. Foto: Antatoly Maltsev Foto: dpa
Spitzenreiter
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Eric Frenzel konnte seine Führung im Gesamt-Weltcup weiter ausbauen. Foto: Anatoly Maltsev Foto: dpa
Favoriten
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Während die Konkurrenz im Hintergrund nach Atem ringt, feiern die Deutschen ihren Sieg. Foto: Anatoly Maltsev Foto: dpa
Begleitprogramm
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In russische Trachten gehüllte Hostessen tanzen vor der Schanze im Skigebiet RusSki Gorki. Foto: Jan Woitas Foto: dpa

Sotschi (dpa) - Die deutschen Nordischen Kombinierer haben sich endgültig die Favoritenbürde für die Weltmeisterschaften in Val di Fiemme aufgehalst.


Mit taktischer Cleverness und unglaublichem Selbstbewusstsein gewannen Manuel Faißt, Johannes Rydzek, Björn Kircheisen und Eric Frenzel am Sonntag im russischen Sotschi das letzte Staffel-Rennen vor den Titelkämpfen und beendeten gleichzeitig eine drei Jahre andauernde Misserfolgsserie. Und da Frenzel mit Platz zwei im Einzel-Wettkampf am Samstag hinter dem Österreicher Bernhard Gruber das Gelbe Trikot des Gesamtweltcup-Führenden nicht nur verteidigte, sondern seinen Vorsprung auf mittlerweile 87 Punkte ausbaute, dürfte der Konkurrenz Angst und Bange werden.

Zumal die Schützlinge von Bundestrainer Hermann Weinbuch in Sotschi besonders im Teamwettbewerb ordentlich zockten. Als Spitzenreiter nach dem Springen ins Rennen gegangen, ließ man die Konkurrenz jeweils auflaufen, um dann in der letzten Runde das Tempo wieder anzuziehen. «Das war so geplant und alle vier haben das richtig gut gemacht», sagte Weinbuch und grinste vor Freude über den gelungenen Psycho-Coup. Frenzel unterstrich die Worte seines Trainers. «Ich wusste, dass die anderen bei der Aufholjagd Körner gelassen haben. So konnte ich am letzten Anstieg das Tempo noch einmal forcieren und damit die Grundlage für den Sieg legen», sagte der Oberwiesenthaler.

«Wir wollten hier in Sotschi noch einmal ein Zeichen in Richtung WM setzen. Die anderen Nationen sollen uns ernst nehmen. Dabei haben wir aber noch das eine oder andere im Köcher. Die Karten wirklich aufgedeckt hat noch niemand der Top-Nationen», betonte Weinbuch.

Eine gewisse Zufriedenheit nimmt er mit in die WM-Vorbereitung, zumal es auf der Schanze nun wohl bei allen sechs Kandidaten voran geht. Besonders bei Kircheisen scheint der Knoten geplatzt zu sein. Sowohl im Einzel als auch im Team zeigte er weite Flüge. «Es geht auf einmal. So kann ich zuversichtlich zur WM fahren», meinte der Sachse aus Johanngeorgenstadt, der als einziger aus Weinbuchs Top-Mannschaft auch nächste Woche den Weltcup im kasachischen Almaty bestreiten wird.

Allerdings gibt es für die DSV-Kombinierer keinen Grund zum Ausruhen. Der Einzelwettkampf am Samstag zeigte nämlich, wie schnell es auch Niederlagen geben kann. Tino Edelmann und Kircheisen waren nach dem Springen Kandidaten für Podestplätze, doch bei der Wahl der richtigen Langlaufski griffen sie fürchterlich daneben und fielen weit zurück. «Es entscheiden auch bei der WM Kleinigkeiten. Wir müssen auf allen Positionen konzentriert bleiben», warnte deshalb Weinbuch.