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Derby in Wasserburg soll stattfinden

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Beim jüngsten 2:2 beim TSV Schwaben Augsburg gelang ihm frühzeitig ein Treffer für den SVK: Manuel Omelanowsky, der mit seiner Mannschaft nun beim TSV Wasserburg gastiert. (Foto: Butzhammer)

Die Austragung des einzigen Inn/Salzach-Derbys der Fußball-Bayernliga Süd zwischen dem TSV Wasserburg und dem SV Kirchanschöring schien zwar witterungsbedingt auf der Kippe zu stehen. Laut Spielleiter Andreas Mayländer (Teisendorf) soll die Partie (Stand: gestern Nachmittag) jedoch am heutigen Freitag um 19.30 Uhr im Altstadt-Stadion an der Landwehrstraße durchgeführt werden. Sollte das tatsächlich der Fall sein, bietet sich den Gelb-Schwarzen die Gelegenheit, Revanche für die deprimierende 0:5-Hinspiel-Niederlage zu nehmen.


Mayländer bestätigte gestern auf Anfrage unserer Sportredaktion, dass eine Absage im Raum stand/steht, »doch als ich den Wasserburgern dann angekündigt habe, das Spiel vielleicht schon für Samstag oder Sonntag im Badria-Stadion neu anzusetzen, habe ich danach keinen Anruf mehr bekommen.« Das alles war gestern, und die Lage könnte sich auch mittlerweile wieder geändert haben. Eine Rolle in den Wasserburger Überlegungen – es hieß übrigens zunächst, die Stadt habe das Altstadt-Stadion gesperrt – könnte auch die Tatsache spielen, dass mit Dominik und »Matze« Haas zwei absolute Leistungsträger verletzungsbedingt ausfallen. Mayländer will sogar von »einem Haufen verletzter Spieler« auf TSV-Seite gehört haben. So oder so könnte das dem Kirchanschöringer Seppi-Weiß-Team in die Karten spielen, auch wenn der SVK zuletzt nicht über ein 2:2-Remis bei Kellerkind TSV Schwaben Augsburg hinauskam.

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»Wir haben höchsten Respekt vor dem, was da in Wasserburg in den letzten Jahren entstanden ist«, sagt Weiß, »speziell auch in diesem Jahr. Wenn du nach 19 Spielen Zweiter bist, ist das kein Zufall.« Die »Löwen« aus der Innstadt hätten »eine gute Mischung aus Führungsspielern und richtig guten jungen Burschen«, meint Weiß, »gegen diese Mannschaft darfst du zu keiner Zeit nachlassen. Denn sie Wasserburger sind sehr effizient, was wir ja auch in der Hinrunde zu spüren bekommen haben.« Trotzdem wolle man »natürlich etwas holen«, redet der Nachfolger von Michael Kostner Klartext. »Wir haben diese Woche gut trainiert – und auch wir haben eine richtig gute Mannschaft«, betont er.

SVK-Pressesprecher Michael Wengler beschreibt die Rivalität zwischen den beiden Vereinen so: »Bisher waren wir in den fünf heimischen Landkreisen die Nummer vier nach Burghausen, Buchbach und 1860 Rosenheim. Dann sind die Wasserburger 'Löwen‘ dahergekommen...«

Auch wenn der Neuling zuletzt zweimal in Folge nicht gewonnen hat (1:1 gegen Kottern, 0:2 in Pullach) spiele er eine sensationelle Runde. Mit dieser sorge er auch weit über den Kreis Inn/Salzach hinaus für Aufsehen, weiß Wengler: »Hut ab, wie die die Bayernliga bisher aufgemischt haben, das ist in den letzten Jahren nur wenigen Aufsteigern gelungen. Gerade auch mit dem Flair, diesem Umfeld und dem Publikum im Rücken ist das ein ganz besonderer Verein.«

Für den SVK werde es in Wasserburg »sehr, sehr schwer«, meint der Pressesprecher. Der Grund: Viele Spieler hätten genauso geschundene Derby-Seelen wie die SVK-Fans, nachdem die letzten Lokalkämpfe in der Bayernliga alle verloren gingen – egal ob gegen den SB Chiemgau Traunstein oder zuletzt zu Hause gegen Wasserburg. »Aber: Wir haben da nichts zu verlieren«, sieht Wengler die Weiß-Truppe in keiner schlechten Ausgangslage. Im Endeffekt sei es – trotz aller Derby-Atmosphäre – »ein Auswärtsspiel bei einem Spitzenteam der Bayernliga, wo wir nach dem bisherigen Verlauf der Saison nicht unbedingt mit einem Punktgewinn rechnen müssen.« cs