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Der Volvo V70 auch im Alter noch ein solides Auto

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Volvo V70
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Im Volvo V70 können bis zu 1641 Liter Gepäck an Bord gehen. Foto: Volvo Foto: dpa

Wer beim Gebrauchten schwedisches Design wünscht, sollte sich den Volvo V70 mal genauer anschauen. Er erweist sich als solides geländegängiges und langstreckentaugliches Auto. Der Gebrauchtwagencheck betrachtet die Generationen zwei und drei ab dem Jahr 2000.


Berlin (dpa/tmn) - Alternativen zum VW Passat Variant gibt es einige. Gegen den Kombi-Platzhirschen aus Wolfsburg treten unter anderem Ford Mondeo Tournier, Opel Insignia Sports Tourer oder Mazda 6 Kombi an.

Wer aber schwedisches Design auf Rädern will, kann in der Klasse zum Volvo V70 greifen. Dabei handelt es sich um ein solides Auto - doch Gebrauchtwageninteressenten müssen trotzdem genau hinschauen. Denn der V70 weist oft extrem hohe Laufleistungen auf.

Modellhistorie: Erstmals war 1996 auf der Heckklappe V70 zu lesen. 2000 kam die Zweitauflage heraus, die 2007 von der dritten Generation abgelöst wurde (Modellpflege: 2011 und 2013). Seit 2016 ist als Kombi-Flaggschiff der V90 am Markt, der V70 wurde eingestellt. Wir betrachten die Generation zwei (S) und drei (B) des V70 ab 2000.

Abmessungen: Typ S: 4,71 m bis 4,73 m x 1,80 m bis 1,86 m x 1,49 m bis 1,56 m (LxBxH), Kofferraumvolumen: 575 l bis 1600 l ; Typ B: 4,82 m x 1,86 m x 1,55 m (LxBxH); Kofferraumvolumen: 485 l bis 1641 l.

Karosserievarianten: Der Volvo V70 ist ein fünftüriger Kombi. Jedoch wurde das Modell zunächst als V70 XC auch mit höhergelegtem Fahrwerk und robusteren Anbauteilen angeboten; 2003 wurde der meist mit Allradantrieb ausgerüstete SUV-Ableger in XC70 umbenannt.

Stärken: Schick sein und zugleich zupackend, denn die Anhängelast in Kombination mit Automatikgetriebe liegt bei bis zu zwei Tonnen. Der Federungskomfort des Typ B gilt weit besser als der des Vorgängers. Langstreckenqualitäten haben beide. Laut »Auto Bild Tüv Report« machen bei der Hauptuntersuchung (HU) Stoßdämpfer und Federn fast nie Ärger. Beim Typ B bestehen dort auch die Bremsen die Funktionstests meist mit Bravour. Die Abgasanlagen sind sehr haltbar.

Schwächen: Ab der zweiten HU fällt der V70 (Typ B) wegen verschlissener Achsaufhängungen überdurchschnittlich oft durch die HU. Lenkung und Lenkgelenke bekommen ab der dritten HU oft die rote Karte. Drei- bis fünf- sowie elfjährige V70 haben öfter Probleme mit den Bremsschläuchen. Bereits bei der ersten HU wird häufiger Ölverlust diagnostiziert.

Pannenverhalten: Die Mindestzulassungen, um in die offizielle ADAC-Pannenstatistik aufgenommen zu werden, erreicht der V70 zwar nicht mehr. Doch der Club schätzt das Fahrzeug als positiv ein. In vorangegangenen Jahren war der Kombi mit Defekten an Ventilen der Abgasregelung (Diesel von 2015) oder Fehlfunktionen der Luftmassenmesser (Diesel von 2012) aufgefallen.

Ebenfalls typisch beim Typ B: streikende Turbolader beim von Peugeot zugekauften 1,6-Liter-Diesel. Selbstzünder des Vorgängers fallen etwa mit Zahnriemenrissen und undichten Einspritzanlagen auf.

Motoren: Benziner: Vier-, Fünf- (nur Typ S) und Sechszylinder (nur Typ B) von 103 kW/140 PS bis 224 kW/304 PS; Diesel: Vier- und (der Typ S nur als) Fünfzylinder mit 80 kW/109 PS bis 158 kW/ 215 PS. Die Erdgasversion V70 BiFuel (Typ S) kommt auf 103 kW/140 PS; die FlexiFuel-Version für den Betrieb mit 85 Prozent Ethanol und 15 Prozent Benzin, teils DRIVe genannt, auf 107 kW/145 PS bis 170 kW/231 PS (Typ B).

Marktpreise (laut »DAT Marktspiegel« der Deutschen Automobil Treuhand mit jeweils statistisch erwartbaren Kilometern): - XC70 T6 AWD (2012); 224 kW/304 PS (Sechszylinder); 136 000 Kilometer; ab 13 900 Euro. - V70 D4 AWD DPF (2014); 133 kW/181 PS (Fünfzylinder); 118 000 Kilometer; ab 16 050 Euro. V70 T5 (2013); 180 kW/245 PS; (Vierzylinder); 118 000 Kilometer; ab 15 950 Euro.