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Der lange Weg zur Aufklärung der NSU-Morde

Berlin (dpa) - Für zehn Morde zwischen 2000 und 2007 soll die rechtsextreme Terrorzelle «Nationalsozialistischer Untergrund» (NSU) verantwortlich sein. Viele Jahre blieben die Täter unentdeckt. Ein Rückblick:

Gedenken
Weiße Rosen am Ort eines NSU-Mordes. Foto: Uwe Zucchi Foto: dpa

4. November 2011: Nach einem Banküberfall sterben Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt in einem Wohnwagen in Thüringen. Bei ihnen werden die Waffen der beiden Beamten entdeckt, die beim Polizistenmord von Heilbronn 2007 getötet beziehungsweise schwer verletzt wurden.

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8. November: Beate Zschäpe stellt sich in Jena der Polizei.

11. November: Im Polizistenmord von Heilbronn übernimmt die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe die Ermittlungen. Der Fall stehe vermutlich in Zusammenhang mit Morden an Kleinunternehmern ausländischer Herkunft zwischen 2000 und 2006.

13. November: Der Bundesgerichtshof erlässt Haftbefehl gegen die mutmaßliche NSU-Terroristin Zschäpe.

14. November: Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) fordert vom Verfassungsschutz dringend Aufklärung. In mehreren Bundesländern kommen Pannen bei der Fahndung nach der Terrorgruppe ans Licht.

18. Dezember: Die Thüringer Verfassungsschützer räumen ein, dass über einen Mittelsmann Geld an die untergetauchten Neonazis fließen sollte, um an deren Tarnidentitäten zu kommen. Der Plan scheiterte.

27. Januar 2012: Ein Untersuchungsausschuss des Bundestages in Berlin nimmt seine Arbeit auf.

16. Februar: Ein Untersuchungsausschuss im Erfurter Landtag beginnt mit der Arbeit, weil das Trio aus Thüringen stammte.

17. April: Der Neonazi-Untersuchungsausschuss des Dresdner Landtags kommt erstmals zusammen. In Sachsen war das Trio lange untergetaucht.

15. Mai: Fehler der Thüringer Behörden haben nach Ansicht einer unabhängigen Kommission das Untertauchen der Gruppe begünstigt.

28. Juni: Es wird bekannt, dass beim Verfassungsschutz Akten vernichtet wurden, nachdem die Terrorgruppe aufgeflogen war.

2. Juli: Nach den schweren Ermittlungspannen räumt der Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, Heinz Fromm, seinen Posten.

5. Juli: Der Untersuchungsausschuss des bayerischen Landtags kommt zu seiner ersten Sitzung zusammen. In Bayern hatten die NSU-Terroristen die meisten Morde begangen.

8. November: Die Bundesanwaltschaft erhebt Anklage gegen Zschäpe.

6. Mai 2013: In München beginnt der Prozess gegen die Terrorgruppe NSU. Hauptangeklagte ist Beate Zschäpe.