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Der »Kriminaltango« auf Blockflöte

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Unser Bild zeigt Blockflötenlehrerin Uta Grothaus-Giese mit ihren Schülerinnen (von links) Carolina Trattler, Julia Sattelberger und Marlene Fichtner.

In Gersthofen bei Augsburg fand der bayerische Landeswettbewerb von »Jugend musiziert« statt. Marlene Fichtner aus Traunstein sowie Julia Sattelberger und Carolina Trattler aus Nußdorf nahmen als Blockflötentrio in der Altersgruppe II teil. Mit ihrer Blockflötenlehrerin Uta Grothaus-Giese hatten sie ein sehr anspruchsvolles Programm mit Musik aus drei Epochen erarbeitet.


Das Trio begann auf Renaissanceflöten mit einer Fantasie von William Byrd (1543 bis 1623). Aus dem Barock folgten drei zum Teil virtuose Sätze aus der Sonate F-Dur von Johann J. Quantz (1697-1773) und zum Abschluss eine zeitgenössische Bearbeitung des »Kriminaltango« von P. Trombetta. Diesem bekannten Stück gaben die drei Preisträgerinnen – selbst ausgedacht und erarbeitet mit ihrer Lehrerin in vielen Proben – eine ganz besondere und bereits u.a. im Preisträgerkonzert in Waldkraiburg bejubelte Note: unheimliches Zischen und Flüstern sowie neue Techniken wie Sputato und in die Blockflöte singen. Außerdem fiel ein Schuss und Schreie erschreckten die Zuhörer.

Für diese Darbietung bekamen die drei jungen Musikerinnen viel Lob von der Jury, verbunden mit der Bitte, unbedingt weiter zu machen – und 24 Punkte (Höchstpunktzahl 25), was einem 1. Preis entspricht. Wären die Drei nicht so jung – seit April sind alle elf Jahre alt – dürften sie im Mai zum Bundeswettbewerb fahren. Zum Bundeswettbewerb werden nämlich nur Teilnehmer ab der Altersgruppe III geschickt.