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Den Gegner unterschätzt

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Reini Reitsamer war maßgeblich am Teilerfolg beteiligt. (Foto: Heger)

Die SG Scheffau-Schellenberg ist aus dem Tritt gekommen. Auch in Surberg gab es mit dem 3:3 nur einen Teilerfolg, obwohl ein Sieg möglich gewesen wäre. Offensichtlich hatte die SG ihren Gegner nach dem 7:3-Heimsieg unterschätzt. Nach dem Führungstreffer der Scheffauer wirkte das Team leichtsinnig und agierte nicht mehr konzentriert. Die Folge waren drei Gegentreffer binnen fünf Minuten.


Die Gäste aus der Scheffau begannen selbstbewusst und kamen durch Martin Koller, Stefan Plenk und Markus Lenz gleich zu Möglichkeiten, die sie jedoch überhastet vergaben. Auf der Gegenseite lenkte SG-Torhüter Stefan Koppenleitner den Ball mit den Fingerspitzen über die Latte.

Trotz einiger Gegenangriffe blieben die Gäste am Drücker und hatten in der 17. Minute durch Lenz eine große Chance, die der SV-Keeper gerade noch mit dem Fuß zur Ecke abwehrte. 22 Minuten zeigte die Uhr, als Anton Angerer wiederholt zu einem Flügellauf ansetzte und auf Marc Alpiger passte, der den überfälligen Führungstreffer erzielte. Die Gäste aus der Scheffau hatten daraufhin mehrfach die Möglichkeit die Führung zu erhöhen. Die Chancen vergaben sie jedoch leichtfertig. Auch eine Serie von Eckstößen änderte daran nichts.

Offensichtlich sahen sich die Scheffauer bereits mit der Führung in der Pause, als sie kurze Zeit später binnen fünf Minuten drei Gegentreffer einfingen. Treffer Nummer drei erzielte Surberg allerdings aus klarer Abseitsstellung.

Im zweiten Spielabschnitt fingen sich die Gäste und fanden gut ins Spiel. Sie drängten die Surberger in deren Hälfte und bereits in der 50. Minute folgte eine erste Chance. Reini Reitsamer brachte Marc Alpiger mit einem schnell ausgeführten Freistoß in eine gute Schussposition. Doch der Surberger Torhüter wehrte mit den Fingerspitzen ab. Fünf Minuten später wurde Koller im Strafraum gefoult, Alpiger verwandelte den Strafstoß sicher. Kurz darauf strich ein Scharfschuss der Surberger knapp über die Querlatte.

Die Scheffauer wehrten sich gegen die drohende Niederlage und starteten einen Angriff über Plenk und Lenz, der wiederum einen Eckball erzwungen hat. Lenz brachte die Ecke mit Gefühl in den Strafraum, wo Reitsamer in dem Gewühl die Übersicht behielt und ausglich. In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, weil beide Mannschaften die Entscheidung suchten. Dabei kam es zu einem Gerangel, woraufhin der Schiedsrichter in der 86. Minute je einen Spieler beider Teams des Feldes verwies.

Trotz aller Bemühungen fiel kein weiterer Treffer mehr. Die Teams mussten sich mit der Punkteteilung zufriedengeben. »Ich habe gehofft, dass die Mannschaft ohne Beobachtung des Trainers und Vorstands befreit aufspielen würde, was aber nur teilweise gelungen ist. Die erste Spielhälfte verlief bis auf unseren Black out in der Schlussphase zufriedenstellend. Aber in der zweiten Halbzeit hat sich unsere Mannschaft aufgerafft und noch den Ausgleich geschafft. Dennoch ist das Ergebnis nicht befriedigend, weil wir aus den mühsam erkämpften Chancen zu wenig machen«, erklärte Pressesprecher Franz Heger.

SG Scheffau-Schellenberg: Stefan Koppenleitner; Markus Lenz, Maximilian Schuster, Gerd Müller, Stefan Plenk, Reiner Reitsamer, Anton Angerer, Thomas Anfang, Martin Koller, Marc Alpiger, Peter Andres, Maximilian Menning, Franz Maußhammer, Maximilian Sillichner. Christian Wechslinger