weather-image
Wasserwirtschaftsamt Traunstein prüft Machbarkeit mit Studie

Deichrückverlegung an der Tiroler Achen

Über den Start der Machbarkeitsstudie zur Deichrückverlegung an der Tiroler Achen informierte das Wasserwirtschaftsamt Traunstein die Bürgermeister der Gemeinden Übersee und Grabenstätt.

Das Mündungsdelta der Tiroler Achen mit altem Deich und der vorgesehenen neuen Deichlinie. (Foto: Copyright Chiemsee-Alpenland Tourismus)

Vorgestellt wurde das Projekt von Walter Raith, Leiter des Wasserwirtschaftsamts, auch den wichtigen Projektpartner, Forstbetriebsleiter Paul Höglmüller als Vertreter des Grundstückseigentümers und Maria Stöberl und Wilhelm Siglreitmeier als Vertreter der Forst- und Weideberechtigten. Durch die Rückverlegung des östlichen Deichs nördlich der Autobahn soll der Fluss mit seiner Aue ökologisch aufgewertet, mehr Raum für Hochwasser und Ablagerungsflächen für Treibholz und Geschiebe geschaffen werden.

Anzeige

Die bisherigen Gespräche zeigten, dass jeder Eingriff in das Abflussregime der Tiroler Achen im Mündungsbereich Auswirkungen auf konkurrierende Interessen hat und daher sehr sorgfältig geplant werden muss. Auch wenn sich die benötigten Flächen im Eigentum des Freistaat Bayern befinden, so müssen die Belange der Weide- und Forstberechtigten mit den Belangen des Naturschutzes und Wasserwirtschaft unter einen Hut gebracht werden.

Auch auf die landwirtschaftlichen Produktionsflächen der Grabenstätter Landwirte, auf die Entwässerung der südlich des Chiemsee gelegenen Flächen, die Hirschauer Bucht und die Freizeitnutzung am Chiemsee ist ein besonderes Augenmerk bei den weiteren Planungen zu legen.

Das grundsätzliche Einverständnis des Grundstückseigentümers und der Weide- und Forstberechtigten mit dem Projekt liegt nun vor. Mit Hilfe einer Machbarkeitsstudie soll jetzt untersucht werden, ob die konkurrierenden Interessen voraussichtlich gelöst werden können oder ob unüberwindbare Hürden bestehen.

Das Projekt wird sich auf den Abschnitt nördlich der Autobahn konzentrieren. Es beginnt mit naturschutzfachlichen und wasserwirtschaftlichen Untersuchungen. Mit ersten Ergebnissen ist Ende 2018 zu rechnen. fb