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Dax weitet Verluste aus

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Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen Foto: dpa

Frankfurt/Main (dpa) - Anleger am deutschen Aktienmarkt haben am Dienstag Kasse gemacht. Börsianer führten die Kursschwäche wie schon am Vortag auf die wieder zunehmenden Risiken im Handelskonflikt zwischen den USA und China zurück.


Nach stabilen Kursen im frühen Handel gerieten die Notierungen zunehmend unter Druck. Am Ende büßte der Dax 1,58 Prozent auf 12.092,74 Punkte ein. Der MDax der mittelgroßen Börsentitel fiel um 0,78 Prozent auf 25.458,86 Zähler.

»Die Stimmung der Investoren bleibt angeschlagen«, sagte Analyst Pierre Veyret vom Broker ActiveTrades mit Blick auf die erneute Verschärfung des Tons im Handelszwist. Die nächste Gesprächsrunde werde an den Finanzmärkten mit Spannung beobachtet.

»Um die Angelegenheit für Investoren noch zu verschlimmern, hat die EU die Wachstumsprognose gesenkt«, sagte Analyst David Madden von CMC Markets. Die EU-Kommission korrigierte am Dienstag ihren Konjunkturausblick für die Eurozone erneut nach unten. Gründe seien die sich abkühlende Weltwirtschaft und der schwelende US-chinesische Handelskonflikt.

Hierzulande nahm die Berichtssaison der Unternehmen mit vier Dax-Konzernen wieder Fahrt auf. Für ein positives Ausrufezeichen sorgte Vonovia: Steigende Mieten und die Zukäufe im Ausland hatte Deutschlands größtem Immobilienkonzern im Auftaktquartal deutlich mehr Gewinn eingebracht. Die Aktien gewannen 5,2 Prozent, verpassten dabei nur knapp ein Rekordhoch und zogen auch die Kurse anderer Immobiliengesellschaften mit nach oben.

Beim Konsumgüterkonzern Henkel hingegen drücken Investitionen weiter auf die Profitabilität. Das Ergebnis im ersten Quartal war stärker zurückgegangen als von Analysten gedacht. Die Aktien sackten am Dax-Ende um 5,2 Prozent ab.

Der Chipkonzern Infineon hatte sich von Januar bis Ende März in einem schwierigen Marktumfeld etwas besser geschlagen als erwartet. Wegen der Flaute in der Autobranche und des schwächeren Wachstums in China rechnet Chef Reinhard Ploss aber zunächst mit einem weiter schwierigen Geschäft. Die Papiere büßten drei Prozent ein.

Der Autobauer BMW war im Kerngeschäft wegen einer Milliardenrückstellung für eine drohende Kartellstrafe der Europäischen Union in die roten Zahlen gerutscht. Daraufhin verloren die Anteilscheine 2,3 Prozent.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 büßte am Dienstag 1,78 Prozent auf 3401,16 Punkte ein. In Paris gab der Cac 40 in ähnlicher Höhe nach, ebenso der FTSE 100 in London. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial lag zum europäischen Handelsende 1,4 Prozent im Minus.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,07 Prozent am Vortag auf minus 0,08 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,10 Prozent auf 143,02 Punkte. Der Bund-Future gewann am Abend 0,44 Prozent auf 166,08 Punkte.

Der Euro notierte zuletzt bei 1,1182 US-Dollar. Der Dollar kostete damit 0,8943 Euro. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,1185 (Montag: 1,1199) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8940 (0,8929) Euro gekostet.