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Trotz mehrerer guter Chancen: Die SG Schönau verliert gegen den SC Baldham-Vaterstetten mit 0:1

Das rettende Ufer ist noch etwas entfernt

Im Match um den Erhalt der Bezirksliga musste die ersatzgeschwächte Schönauer Mannschaft ohne den verletzten Stefan Weinbuch und den beruflich verhinderten Mannschaftskapitän Toni Hölzl gegen den SC Baldham-Vaterstetten eine Niederlage hinnehmen. Obwohl die Schönauer im zweiten Abschnitt mehrere gute Chancen hatten. Allerdings stand bei allen Schüssen der Schönauer Torhüter Franz Glasl goldrichtig und bewahrte sein Team vor dem in der Luft liegenden Ausgleichstreffer.

Schönaus Sebastian Wessels hat so vehement abgezogen, dass ihm sogar die Kapitänsbinde vom Oberarm gerutscht ist. (Foto: Waßmuth)

150 Zuschauer, darunter eine Kolonie Fußballanhänger aus München, kamen bei bestem Wetter zum Match des neuen Tabellenvierten gegen den Neunten, die SG Schönau. Nach drei Heimspielen auf dem Kunstrasenplatz hatte Stadionchef Wolfgang Fegg den Rasen bewusst etwas länger stehen gelassen, damit der Ball nicht zu schnell wird. »Aber ganz offensichtlich hat das auch nicht geholfen«, bedauerte der Stadionchef nach der neuerlichen Heimniederlage.

Die Zuschauer brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen, sahen sie doch ein spannendes Match von zwei guten Mannschaften. Zunächst machten die Gäste viel Druck und die Schönauer benötigten zehn Minuten, um sich aus Umklammerung des technisch versierten Teams zu befreien. Bereits früh war erkennbar, dass die Aufgabe schwer würde. Der SC Baldham-Vaterstetten verfügt im Gegensatz zur SG Schönau über eine Mannschaft ohne Schwachpunkte. Die Gäste erwiesen sich als technisch versiert, kopfballstark, im Tackling konsequent, im Umschaltspiel vorbildlich und mit einer schwer auszurechnenden Spielraffinesse.

Erste Schrecksekunde

Eine erste Schrecksekunde beschworen die Gäste herauf, als sie in der fünften Minute zu einer Kopfballchance gekommen sind. Schönaus Trainer Thomas Meißner forderte seine Spieler schon früh auf, den Gästen nicht so viel Spielraum zu lassen. Nachdem sich die Schönauer besser auf das Spiel der Gäste eingestellt hatten, wurden die Aktionen zwingender. Daniel Maier nötigte den Gästetorhüter nach einer Viertelstunde zu einer ersten Glanztat. Im direkten Gegenzug musste sich SG-Schlussmann Christoph Maier mächtig lang machen, um einen frühen Rückstand zu verhindern. In der 21. Minute kam Lukas Klaus zu einer Möglichkeit, schoss jedoch zu schwach.

Mitte der ersten Halbzeit führte ein unnötiger Ballverlust der Schönauer im Mittelfeld zu einer Gästechance, doch der Ball kullerte förmlich am langen Pfosten vorbei. Bei den Gästen schaltete sich immer wieder Simon Lämmermeier gefährlich ins Angriffsspiel ein und stellte die Schönauer mehrfach vor Probleme. Das Schönauer Spiel mit hohen Bällen in die Mitte war leichte Beute für die groß gewachsenen Abwehrspieler. Nachdem Dominik Meyer nach einer halben Stunde frei zu einem schwachen Schuss gekommen war, erzielten die Gäste wie aus dem Nichts den Goldenen Treffer durch einen Kopfball von Roman Krumpholz (32.). Einen vielversprechenden Schönauer Angriff in der 38. Minute klärte Baldham-Vaterstetten durch ein taktisches Foul an Sebastian Wessels. So ging es mit 0:1 in die Pause, aus der Schönau gestärkt kam.

Phasenweise Feldhoheit

Im zweiten Abschnitt kam die SG Schönau besser ins Spiel, obwohl der Gast immer gefährlich blieb. Durch das druckvollere Spiel kam Schönau in der 56. Minute zu einer Chance durch Wessels, der sich geschickt über die rechte Seite durchgesetzt hatte und aus kurzer Entfernung an einem Topreflex des Torhüters scheiterte. Die Platzherren waren jetzt besser im Spiel, aber die Gäste setzten immer wieder Nadelstiche. In der 61. Minute verlängerte Maier ein Zuspiel mit der Hacke auf Wessels, der den Ball volley nahm, aber neuerlich in Glasl seinen Meister fand. Nur zwei Minuten später packte Korbinian Burger, der viel rackerte, einen Hammer aus. Doch neuerlich blieb der scheinbar unüberwindbare Glasl Sieger der Aktion. Der Ausgleichstreffer lag jetzt förmlich in der Luft, sollte aber nicht mehr fallen. Die Schönauer kamen zu mehreren Eckbällen, die jedoch von der Gästeabwehr auch geklärt wurden. In der 81. Minute haute ein Abwehrspieler den Ball sogar kurz vor der Torlinie zurück ins Feld, die Schönauer hatten ganz einfach Pech im Abschluss. Und allmählich lief den Schönauern auch die Zeit davon, die cleveren Münchner verteidigten ihren Vorsprung nämlich mit Geschick und Können. Die letzte Möglichkeit erspielte Mittelstürmer Rade Kocic, doch der Ball wollte einfach nicht ins Münchner Tor. So mussten die Schönauer ihre dritte Heimniederlage in der Frühjahrsrunde hinnehmen und geraten dadurch wieder in die Nähe der Relegationsplätze.

SG Schönau: Christoph Maier; Sebastian Rabenbauer, Lukas Laue, Lukas Klaus, Daniel Widl (88. Jonas Rolf), Dominik Meyer (46. Jörn Herdecke), Korbinian Burger, Stefan Aschauer (78. Markus Lochner), Rade Kocic, Daniel Maier, Sebastian Wessels. Christian Wechslinger