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»Das Lamm« darf an seinem Platz bleiben

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Die Kirchner-Skulptur »Das Lamm« soll an ihrem bisherigen Platz bei der Bäckerei in Truchtlaching bleiben. Darauf einigten sich die Besucher der Bürgerversammlung in Truchtlaching. (Foto: Rasch)

Seeon-Seebruck – Durchaus heiter ging es bei der Bürgerversammlung in Truchtlaching zu. Für Belustigung sorgte der Vorschlag von Bürgermeister Bernd Ruth, das »Schaf« bei der Bäckerei in Truchtlaching in ein anderes Gehege zu treiben.


Dabei handelt es sich um die Kirchner-Bronzeskulptur »Das Lamm«, die aufgrund ihrer ungünstigen Situierung nicht zur Geltung kommt, weil sie immer von parkenden Autos verdeckt wird. Der Vorschlag, für die Skulptur deshalb einen anderen Standort zu suchen, war zuvor in der Bürgerversammlung in Seebruck angeregt worden. Bürgermeister Ruth überließ jedoch die Entscheidung den Truchtlachingern, die sich darüber einig waren, dass das »Schaf« nicht umgetrieben wird, sondern an dem angestammten Platz bleiben sollte.

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Einig waren sich die Truchtlachinger Bürger auch darüber, die Einbahnstraßenregelung am Samermoosweg im Wohngebiet »Kreuzbichl« nicht zu ändern. Eine Bürgerin hatte bezüglich der Verkehrsführung einen Änderungsvorschlag unterbreitet, da sich offenbar nicht alle Anlieger an die Einbahnregelung halten. Nach Aussagen einer Bürgerin haben sich aber einige Anlieger mit der Situation abgefunden: »Dass trotzdem Autos fahren, stört ja nicht«, meinte sie.

Mehrfach angemahnt wurde, dass entlang der Pattenhamer Straße im Zuge der Bauleitplanung des neuen Wohngebiets »Kobelreut« kein Geh- und Radweg berücksichtigt worden sei. Ruth versicherte zwar, dass die Gemeinde versuchen werde, wenigstens einen Gehwegstreifen zu schaffen, um die Lücke zum vorhandenen Gehweg zu schließen. »Das ist nicht vergessen, aber schwierig umzusetzen.« Für die Maßnahme bräuchte die Gemeinde einen Privatgrund, der offensichtlich nicht zur Verfügung steht. Wie Bauamtsleiter Josef Heiß unserer Zeitung sagte, werde das Teilstück der Pattenhamer Straße, die zu einem späteren Zeitpunkt ohnehin bis zur Gemeindegrenze Traunreut ausgebaut werden soll, gerade vermessen, um festzustellen, wo ein Gehweg möglich sei. In dem neuen Wohngebiet »Kobelreut« wurden insgesamt zwölf Wohngrundstücke ausgewiesen, wobei neun im sogenannten Einheimischen-Modell vergeben wurden. Ein Geh- und Radwege im Bereich des neuen Wohngebiets hätte nach Angaben des Bürgermeisters bedeutet, dass ein Einheimischen-Grundstück weniger möglich gewesen wäre.

Kritisiert wurde auch, dass sich das Bankett an der Straße nach Stöffling in einem sehr schlechten Zustand befinde und dringend hergerichtet werden müsste. Ruth nahm die Anregung zur Kenntnis und versicherte, dass der schlechte Zustand beseitigt werde. Ebenso versicherte er, das Staatliche Bauamt Traunstein über die Schäden der Alzbrücke in Seebruck in Kenntnis zu setzen. Nach Angaben eines Bürgers befinde sich die Alzbrücke in einem äußerst desolaten Zustand: »Die Löcher in der Alzbrücke sind kriminell.«

Auch in der Truchtlachinger Bürgerversammlung wurden ehemalige Schüler und Auszubildende für ihre guten schulischen Leistungen geehrt. Präsente gab es für Sabine Harrecker, die die Fachschule für Heilerziehungspflege mit einem Notendurchschnitt von 1,6 absolvierte und für Vanessa Thaler, die die Fachschule für Physiotherapie mit 1,7 schaffte. Markus Stadler und Michael Thusbaß gingen ebenfalls nicht leer aus. Sie legten das Abitur im Landschulheim Schloss Ising mit 1,7 beziehungsweise mit 1,9 ab.

Stolz ist die Gemeinde auch auf ihre Eisstockschützen, für die es ebenfalls Applaus gab. Die erste Mannschaft schaffte den Aufstieg in die Bayernliga Süd und die Herren 50 stiegen in die Oberliga Süd auf. ga

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