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Darauf einen Enzian – Dreharbeiten für »Watzmann ermittelt« in der Endphase

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Die Hauptdarsteller von Folge 1 am Ende eines langen Drehtages (v.l.): Andreas Giebel, Markus Baumeister, Michael Mendl, Franz Xaver Brückner und Peter Marton. (Foto: Meister)

Berchtesgaden – Der »Watzmann ermittelt« – und das schon in der 7. Folge. Die Dreharbeiten laufen auf Hochtouren, denn sie soll schon im kommenden Jahr im Vorabendprogramm der ARD ausgestrahlt werden. Vorerst sind acht Filme geplant.


Einen Mord aufzuklären und allerlei andere Konflikte zu lösen, das musste Hauptkommissar Beissl alias Andreas Giebel diesmal um und in der Enzianbrennerei Grassl.

Logisch, dass die Dreharbeiten zur Folge namens »Familienbande« in der Enzianbrennerei stattfanden. Neben den beiden »Berchtesgadener Kommissaren« Andreas Giebel und Peter Marton belebt die Folge auch ein illustres Feld von teilweise sehr bekannten Nebendarstellern, die mit den Stammkollegen am Ende eines langen Arbeitstages die Presse zur Stippvisite eingeladen hatten.

Wanderer finden eine Leiche. Was auch sonst? Und ausgerechnet auf dem Weg zur Hüttenbrennerei, die gerade ein Jubiläum feiern will und eine Festschrift herausgeben will. Deren Text hatte die Person verfasst, die nun als Leiche gefunden wurde. Als Einstieg zur Rückkehr des Studenten in seine Heimat gewissermaßen. In der Brennerei gibt Patriarch Franz Gentner, gespielt von Michael Mendl, den Ton an, auch wenn er die Geschäfte längst an Sohn (Markus Baumeister) abgegeben hatte. Das kennt der Zuschauer. Der Brenner Clemens Bartels ist verdächtig, weil er mit Kati verlobt ist, die allerdings auch ein Verhältnis mit dem Ermordeten hatte, der zu allem Überfluss auch noch ein alter Schulfreund ihres Verlobten war. Eine verworrene und mit ein wenig »Verruchtheit« gewürzte Geschichte. In Berchtesgaden. Natürlich darf im Vorfeld nichts Wesentliches verraten werden, um die Spannung zu halten.

Das darf auch Franz Xaver Brückner nicht, der den gehörnten Verlobten darstellt. »Auf jeden Fall bin ich der Trottel«, bekennt er lächelnd. Nun, einer muss es ja letztlich sein. Brückner übrigens ist vielen Berchtesgadenern lange bekannt. Als Mitglied der Riederinger Hirtabuam stand er jährlich von klein auf auf der Bühne des AlpenCongress. An das Adventssingen mit Franzi Schwab erinnert er sich sehr gut. Heute kommt er immer wieder gern nach Berchtesgaden, weil er ein »Bergfex« ist und zählt auch gleich die Touren auf, die er bereits absolviert hat und die, die noch geplant sind. Das ist eine lange und imponierende Liste.

Michael Mendl hat als erster seinen Part bewältigt und sitzt neben dem Haus und vor der ihm so »lieben Landschaft«, die er weit mehr mag, als die Küstenregionen. Sagt er, der gebürtige Westfale. Mendls Vita ist lang, in knapp 200 Film- und Fernsehproduktionen wirkte er mit. Lohnt sich da überhaupt ein Zwei-Tages-Engagement für einen solch gestandenen Darsteller? »Ich habe vor neun Jahren München verlassen, komme aber immer wieder wahnsinnig gern in die Berge«, sagt er. Und dass die Bergwelt ihm ein Stück Heimat bedeute. Zwar habe er öfter schon im Gebirge gearbeitet, beispielsweise im »Bergdoktor«, noch nie allerdings sei er in Berchtesgaden gewesen. Das hole er nun aber gern nach. Und außerdem sehe er sein Mitwirken auch als kleine Referenz an den Produzenten Oliver Schündler, den er noch aus dessen Zeiten als Regieassistenten kenne.

Am Ende des Drehtages reihen sich die Darsteller gern zur Fünferkette. Wohl auch, weil der Feierabend naht. Und vielleicht ist auch noch mancher etwas »benebelt« von der besonderen Luft in der Enzianbrennerei. Dieter Meister