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Dank Son: HSV beendet Auswärtsmisere - 1:0 in Fürth

Fürth (dpa) - Nach dem ersten Auswärtssieg seit über einem halben Jahr wollte Trainer Thorsten Fink nichts von höheren Zielen des Hamburger SV wissen.

SpVgg Greuther Fürth - Hamburger SV
Fürths Keeper Max Grün kann dem Ball nur noch hinterher schauen: Heung-Min Sons Schuss landet zur HSV-Führung im Tor. Foto: David Ebener Foto: dpa

«Wir müssen im spielerischen Bereich besser werden. Wir haben noch nicht die Sicherheit, daran werden wir arbeiten. Daran sieht man, dass wir nicht zu den Top 6 gehören - die machen das nämlich besser», sagte Fink nach dem 1:0 (1:0)-Erfolg des HSV bei der SpVgg Greuther Fürth.

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Die Hanseaten landeten erstmals seit Ende März wieder einen Sieg in der Fremde und schraubten ihre Bilanz auf zehn Punkte aus den vergangenen vier Spielen hoch. Vor 18 000 Zuschauern in der ausverkauften Trolli Arena war Heung-Min Son (17. Minute) für den HSV der entscheidende Mann. Auch im vierten Bundesliga-Heimspiel blieb den Fürthern wie bei den drei Niederlagen zuvor ein eigenes Tor versagt. «In der Bundesliga kommt es auf Kleinigkeiten an», sagte Trainer Mike Büskens. «Den ersten und einzigen Torschuss in der ersten Halbzeit haben wir gestattet und den haben sie durch eine fantastische Einzelleistung von Son perfekt genutzt.»

Im ersten Pflichtspiel der beiden Traditionsclubs seit einem DFB-Pokalmatch vor knapp 50 Jahren begannen die Fürther mutiger als bei den vergangenen Auftritten. Doch den ersten Treffer bejubelten die Gäste. Die Franken verloren nach eigenem Einwurf den Ball, Tolgay Arslan bediente Son. Der 20 Jahre alte Südkoreaner verwandelte sicher zu seinem vierten Saisontor. Für die Spielvereinigung war es bereits das siebte Gegentor nach eigenem Ballverlust.

Die seit sieben Pflichtspielen ohne Sieg in der Fremde angetretenen Hanseaten verwalteten danach die Führung, die Platzherren hatten mehr Spielanteile. Doch trotz der Mühen, zwingend waren sie nicht. Zu ungenau waren die Fürther - auch bei den Freistößen aus aussichtsreicher Position.

Nachdem die Torhüter Max Grün und René Adler vor der Pause praktisch nicht geprüft worden waren, durften sie sich nach dem Seitenwechsel in Szene setzen. Nach einem langen Ball (55. Minute) spielte Grün gut mit und rettete knapp vor Son, der sonst wohl erneut getroffen hätte. Zwei Minuten später war er bei einem Freistoß von Rafael van der Vaart ebenfalls im richtigen Eck. Adler (62.) durfte sich dann bei einer Direktabnahme von Nehrig auszeichnen.

Fürth blieb zunächst weiter ohne zwingende Chance, dagegen hätte Artjoms Rudnevs in der 66. Minute alles klar machen können. Doch Grün war als starker Schlussmann erneut Retter in höchster Not. Adler hielt wenige Minuten später mit einer Fußabwehr gegen Zoltan Stieber den Vorsprung fest.

Die Gastgeber riskierten in der Schlussphase noch mehr, Büskens brachte in Tobias Mikkelsen und Christopher Nöthe zwei weitere Offensivkräfte. Für mehr Gefahr sorgte der HSV bei seinen Kontern, spielte die aber oftmals schlecht zu Ende. In der Nachspielzeit verfehlten zwei Kopfbälle von Fürths Nöthe knapp das Hamburger Tor. «Die Mannschaft hat sich nicht unterkriegen lassen und eine wahnsinnig gute Moral gezeigt», lobte Büskens. Fink freute sich beim Antritt der Heimreise über einen «verdienten Sieg».

Spieldaten:

Ballbesitz in %: 47,9 - 52,1

Torschüsse: 12 - 8

gew. Zweikämpfe in %: 47 - 53

Fouls: 22 - 24

Ecken: 6 - 1

Quelle: optasports.com