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Danger Dan: Der andere Deutsch-Rap

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Danger Dan
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Danger Dan stand als Kind auf Die Prinzen. Foto: Jaro Suffner Foto: dpa

Erfurt (dpa) - Nach dem Echo-Skandal um Kollegah und Farid Bang hat der Deutschrap ein blaues Auge. Das Album von Danger Dan könnte dafür der kühlende Eisbeutel sein.


Mit »Reflexionen aus dem beschönigten Leben« zeigt der 1983 in Aachen geborene Rapper klare politische Haltung und rechnet mit Sexismus, Homophobie und der Rap-Szene Deutschlands ab.

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Mit dieser Einstellung wurde er bereits mit dem Trio Antilopen Gang bekannt. Die beim Toten-Hosen-Label unter Vertrag stehenden Antilopen landeten 2017 mit »Anarchie und Alltag« auf Platz eins der deutschen Albumcharts. Aber schon zuvor hatte sich Danger etwa als Rapper, der klare Kante gegen Antisemitismus zeigt, einen Namen gemacht.

Auf dem Album beschäftigt er sich statt mit Gangster-Lifestyle etwa mit Psychotherapie oder der Tatsache, dass Frauen für die gleiche Arbeit weniger Geld als Männer bekommen (»Sand in die Augen«). Viele andere Rapper lassen die Selbstironie vermissen, die Danger bei »Die Grundvoraussetzung« oder »Die Prinzentragödie« beweist. Überraschender Unterstützer bei letzterem Titel: Sebastian Krumbiegel von den Prinzen, zu deren Fan Danger als Kind gehörte.

Mit der Antilopen Gang ist Danger Dan auf Tour unter anderem: 6.7., Splash! Festival - Ferropolis, Gräfenhainichen; 8.7., Ruhrpott Rodeo - Hünxe; 4.8., Spektrum - Hamburg.

Solo-Termine sind unter anderem am: 19.9., Desi - Nürnberg; 27.9. Luxor - Köln; 5.10. Conne Island - Leipzig

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